Zurück zu den Wurzeln: General Electric will sich wieder auf das Industriegeschäft konzentrieren.

Zurück zu den Wurzeln: General Electric will sich wieder auf das Industriegeschäft konzentrieren. - Bild: General Electric

Der US-Industriekonzern General Electric (GE) hat im zweiten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Dazu trug auch das Gewinnwachstum im Industriegeschäft bei.

Das untere Ende des Jahresgewinnprognose im Industriegeschäft hob der Mischkonzern an.

Der Umsatz im Industriegeschäft stagnierte in den drei Monaten per Ende Juni zwar bei 26,9 Milliarden US-Dollar, der operative Gewinn der Sparte stieg aber um 5 Prozent. Unter dem Strich wies GE einen Nettoverlust von 1,36 Milliarden Dollar oder 13 Cent je Aktie aus, verglichen mit einem Gewinn von 3,55 Milliarden oder 35 Cent im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um bestimmte Belastungen lag der operative Gewinn bei 31 Cent je Anteil. Der gesamte Umsatz kletterte 2 Prozent auf 32,75 Milliarden Dollar.

Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit einem operativen Ertrag von 28 Cent je Anteil und Einnahmen von 28,7 Milliarden Dollar gerechnet.

Für das laufende Gesamtjahr zeigte sich der US-Konzern zuversichtlicher als bislang schon: GE will im Industriegeschäft jetzt ein Ergebnis je Aktie von 1,13 bis 1,20 Dollar erreichen. Bislang lag das untere Ende des Spanne bei 1,10 Dollar.

Konzern will sich wieder auf Industriegeschäft konzentrierern

GE hatte jüngst mitgeteilt, innerhalb von zwei Jahren seine Finanzdienstleistungen unter dem Namen GE Capital nahezu ganz aufzugeben und sich wieder auf das Industriegeschäft konzentrieren zu wollen. In diesem Jahr will der Konzern Aktivitäten aus dem Kreditvergabegeschäft im Wert von 100 Milliarden Dollar verkaufen. GE-Manager hatten jüngst erklärt, die Verkäufe konnten im dritten Quartal an Fahrt aufnehmen.

Zwei große Transaktionen in der Pipeline

Der Konzern hat derzeit zwei große Transaktionen in der Pipeline: Die Übernahme des Energiegeschäfts vom französischen Konzern Alstom für 17 Milliarden US-Dollar und der Verkauf der Hausgerätesparte für 3,3 Milliarden Dollar an den schwedischen Wettbewerber Electrolux.

Inzwischen hat der Konzern der EU-Kommission Zugeständnisse für die geplante Übernahme der Alstom-Sparte vorgeschlagen. Die EU-Kommission fürchtet, dass die Transaktion unter anderem zu einem Preisanstieg und zu einem Innovationsrückgang in der Branche führen könnte.

Und auch in den USA spürt GE Gegenwind: das US-Justizministerium hat Anfang Juli angekündigt, gegen den Verkauf der GE-Hausgerätesparte an Electrolux zu klagen. Der Regulierer fürchtet eine zu große Konzentration von Marktmacht besonders im Bereich der Küchenherde und -öfen. Das wäre zum Nachteil von Häuslebauern und Vermietern. GE und Electrolux hoffen für eine Lösung bis Ende des Jahres.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/sha/jhe

(END) Dow Jones Newswires

July 17, 2015 07:06 ET (11:06 GMT)

Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.