Foto: Gerresheimer AG

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Profitieren konnte der Konzern von einem guten Geschäft mit medizinischen Kunststoffprodukten wie Asthma-Inhalatoren und Blutzuckermessgeräten sowie mit pharmazeutischen Pharmaverpackungen aus Kunststoff.

Der Umsatz verbesserte sich um 6,2 Prozent auf 344 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) kletterte im Quartal um 9,5 Prozent auf 68 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge betrug 19,8 Prozent und lag damit über dem Vorjahresniveau von 19,2 Prozent. Alle drei Geschäftsbereiche hätten zu der guten Margenentwicklung beigetragen, hieß es. Unter dem Strich verdiente Gerresheimer mit 18,2 Millionen Euro gleich viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahlen lagen leicht über den Erwartungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten.

Für 2015 bleibt der MDAX-Konzern ohne die Berücksichtigung der jüngsten Zu- und Verkäufe bei seinen Prognosen. Erwartet wird weiter ein organisches Umsatzwachstum von 1 bis 3 Prozent. Dies entspricht wechselkursbereinigt einem Umsatzkorridor von rund 1,3 bis 1,33 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll in diesem Jahr in einem Zielkorridor von 255 bis 265 Millionen Euro zu konstanten Wechselkursen landen.

Der Konzern hat in diesem Jahr mit großen Zu- und Verkäufen für Beifall an der Börse gesorgt und der Aktie zu einem Kurssprung verholfen. Ende Juni war der Verkauf des kapitalintensiven Röhrenglasgeschäfts für fast 200 Millionen Euro an den US-Glasproduzenten Corning bekannt gegeben worden. Einen Monat später folgte die Ankündigung eines großen Zukaufs in den USA. Die Düsseldorfer übernehmen dort für 725 Millionen Dollar den hoch profitablen Hersteller von Kunststoffverpackungen für verschreibungspflichtige orale Medikamente Centor. Die Akquisition von Centor ist inzwischen abgeschlossen.

Das wird sich positiv auf die mittelfristigen Ziele auswirken. Gerresheimer erwartet in den Jahren 2016 bis 2018 weiter eine durchschnittliche jährliche organische Wachstumsrate des Umsatzes von 4 bis 5 Prozent. Unterstellt wird dabei ein um den Centor-Umsatz erhöhtes Erlösniveau. Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2018 rund 22 Prozent zu konstanten Wechselkursen betragen.