Nordex

Nordex hat im ersten Quartal zwar den Umsatz leicht gesteigert, der Nettogewinn ist allerdings deutlich zurückgegangen. - Bild: Nordex

Hintergrund für den 72-prozentigen Gewinneinbruch auf 7,1 Millionen Euro sind die gestiegenen Personalkosten als Folge der Übernahme der Windturbinensparte des spanischen Infrastrukturkonzerns Acciona im April vergangenen Jahres. Dadurch erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um mehr als die Hälfte auf 5.162.

Den im Februar gesenkten Ausblick für 2017 und 2018, der zu einem Kurssturz der Aktie geführt hatte, bekräftigte der Windanlagenhersteller für das laufende Jahr. Grundlage dafür sei der Auftragsbestand von 3,8 (2,7) Milliarden Euro. 2017 soll der Umsatz zwischen 3,1 und 3,3 Milliarden Euro liegen und die EBITDA-Marge zwischen 7,8 und 8,2 Prozent.

Die damals für 2018 gegebene Umsatzprognose von 3,4 bis 3,6 Milliarden Euro will Nordex erst Ende des Jahres aktualisieren, da derzeit die Visibilität nicht ausreiche, so ein Sprecher des Unternehmens.

Die Erlöse steigerte Nordex auf 648,4 von 637,0 Millionen Euro, wobei im Vorjahresquartal der Acciona-Windpower-Beitrag nicht enthalten ist.

Das EBITDA verringerte sich auf 51,2 (59,1) Millionen Euro, woraus sich eine operative Marge von 7,9 (9,3) Prozent ergibt. Die Bruttomarge dagegen kletterte auf 29,0 (25,1) Prozent. Sie wurde nach Unternehmensangaben durch das gewachsene Servicegeschäft angeschoben. Dort erhöhte sich das Geschäftsvolumen um 57 Prozent auf 74 Millionen Euro.

Der neue Nordex-CEO José Luis Blanco, Nachfolger des per Ende März ausgeschiedenen Lars Bondo Krogsgaard, hob die auf 35,7 Millionen Euro mehr als verdoppelten Investitionen hervor: "Unser mittelfristiges Ziel ist es, unseren Marktanteil auszubauen und unsere Profitabilität zu erhöhen. Deshalb investieren wir verstärkt in unsere Technologie und senken unsere Herstellungskosten".