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Unter dem Strich verdiente Shell im ersten Quartal 484 Millionen US-Dollar und damit über 80 Prozent weniger als ein Jahr zuvor - Bild: Shell

Der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten (current cost of supplies) schrumpfte im Auftaktquartal um 83 Prozent auf 800 Millionen US-Dollar und damit noch stärker als im Schlussquartal 2015 mit damals nahezu 60 Prozent.

Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn ging zwar auf 1,6 von 3,7 Milliarden Dollar im Vorjahr zurück, damit fiel der Ergebnisrückgang jedoch weniger stark aus als von Analysten erwartet. Diese hatten der Royal Dutch Shell plc im Vorfeld lediglich 1,5 Milliarden Dollar zugetraut.

Shell-Chef Ben van Beurden versprach, die Ausgaben weiter zu kürzen und nach weiteren Einsparmöglichkeiten Ausschau zu halten.

Tausende Stellen fallen weg

Das Unternehmen hatte im Februar die Mega-Übernahme des Konkurrenten BG Group abgeschlossen. Die BG Group ist für Shell unter anderem wegen ihrer Gasfelder in Brasilien interessant. Shell hatte bereits angekündigt, im Zuge des Geschäfts rund 10.000 Stellen in beiden Unternehmen abzubauen.

Shell leidet wie die gesamte Branche unter dem stark gesunkenen Ölpreis. 2015 verkaufte der Konzern Geschäftsteile im Wert von 5,5 Mrd. Dollar. Die Investitionen wurden kräftig zurückgefahren, Tausende Stellen gestrichen.

Das Management hatte zuletzt eine Reihe von milliardenschweren Projekten gestoppt, wie etwa die umstrittene Ölsuche vor der Küste Alaskas. Daneben übernahm Shell im Februar den britischen Gaskonzern BG für rund 50 Milliarden.