Haldex

Steigende Erlöse haben Haldex im zweiten Quartal nicht vor einem Gewinneinbruch bewahren können. - Bild: Haldex

Während der schwache US-Markt das operative Geschäft belastete, sorgten hohe Sonderkosten für einen Einbruch des Nettoergebnisses.

Knorr-Bremse will den Wettbewerber übernehmen, aber die kartellrechtlichen Prüfungen ziehen sich hin. Das Haldex-Board glaubt nicht mehr an einen Deal und hat seine Unterstützung mittlerweile zurückgezogen.

Es bestehe immer noch die Möglichkeit, eine Reihe von Vertragsabschlüssen zu erzielen, so Haldex. Aber mit jedem weiteren Monat der Unsicherheit "sinken die Chancen und bald schließt sich das Fenster für mehrere Jahre", heißt es in der Mitteilung von Haldex. Bei einer Verlängerung des Bieterprozesses, und seien es nur ein paar Monate, bestehe das Risiko, dass ein Wachstum in den kommenden Jahren nicht mehr möglich ist.

Die Unsicherheit war auch der Grund, warum Haldex seine Prognose trotz positiver Anzeichen im Markt unverändert ließ. Wegen der sinkenden Erlöse und hoher Kosten für die Übernahme dürfte die operative Marge 2017 leicht niedriger als 2016 ausfallen.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 3 Prozent auf 1,18 Milliarden schwedische Kronen, umgerechnet rund 124 Millionen Euro. Wechselkursbereinigt stand ein Minus von 2 Prozent zu Buche. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn sank auf 78 von 87 Millionen Kronen, was einer Marge von 6,6 Prozent nach 7,6 Prozent im Vorjahr entsprach. Inklusive Sonderbelastungen wie Aufwendungen für die Übernahme und Garantiekosten ging der operative Gewinn auf 31 Millionen Kronen zurück. Der Nettogewinn sackte auf 10 von 62 Millionen Kronen ab.