Der Maschinenbauer Gildemeister hat einem Zeitungsbericht widersprochen, wonach der japanische Partner Mori Seiki seinen Anteil an dem Bielefelder Unternehmen ausbauen wolle.

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Eine Sprecherin des MDAX-Konzerns dementierte auf Anfrage von Dow Jones Newswires entsprechende Informationen der “Financial Times Deutschland” (FTD). Diese hatte in ihrer Montagausgabe einen Gildemeister-Manager mit den Worten zitiert: “Unser Stand ist, dass Mori Seiki so schnell wie möglich knapp 30% an Gildemeister erwerben will.” Befürchtet werde, dass der japanische Partner die defizitäre Firma technologisch aushöhle und schleichend übernehme.

Seit März 2009 sind die beiden Unternehmen durch eine Überkreuzbeteiligung von 5% miteinander verbunden. Möglicherweise kontrolliere die japanische Gesellschaft über befreundete Banken oder Fonds schon jetzt mehr als die ausgewiesenen 5%, hieß es in der “FTD”. In Verkaufsgesprächen behaupteten Manager von Mori Seiki jedenfalls, dass “sie über 10% haben”, wird der Einkäufer eines Maschinenbauers zitiert. Ein Sprecher von Mori Seiki sagte, er habe keine Informationen zu dieser Angelegenheit und könne sie daher nicht kommentieren.

Der im Frühjahr 2009 beschlossenen Bündelung der Kräfte folgte eine Reihe von Kooperationen. Zuletzt weiteten die beiden Partner die Zusammenarbeit im März 2010 auf weitere Länder aus, den Traditionsmarkt USA und den Wachstumsmarkt Indien.