Dr. Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender des Gildemeister-Konzerns (Bild: Gildemeister).

Dr. Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender des Gildemeister-Konzerns (Bild: Gildemeister).

BIELEFELD (sm). Die Gesamtwirtschaft erholt sich von der Krise, und die Prognosen verbessern sich. Auch die weltweite Werkzeugmaschinennachfrage hat spürbar angezogen. Im zweiten Quartal konnte Gildemeister den Auftragseingang insbesondere im Kernsegment „Werkzeugmaschinen“ (+63%) deutlich steigern. Diese positive Entwicklung wird sich beim Umsatz und Ergebnis im zweiten Halbjahr widerspiegeln. Insgesamt erreichte der Auftragseingang 651,5 Mio Euro (+12%) zum Halbjahr (Vorjahr: 580,7 Mio Euro); davon entfielen 400,2 Mio Euro (+53%) auf das Werkzeugmaschinengeschäft. Bedingt durch den geringen Vorlauf sank der Umsatz zum Halbjahr um 14% auf 528,9 Mio Euro (Vorjahr: 612,7 Mio Euro). Beim Umsatz wird eine Steigerung ab dem dritten Quartal erfolgen.

Die Ertragslage entwickelte sich gemäß Plan: Im zweiten Quartal erreichte das EBITDA 9,0 Mio Euro, das EBIT war mit 1,8 Mio Euro positiv. Das EBT betrug -6,6 MioEuro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -4,3 Mio Euro. Zum Halbjahr erreichte damit das EBITDA 4,7 Mio Euro (Vorjahr: 41,4 Mio Euro), das EBIT betrug -9,3 Mio Euro (Vorjahr: 26,9 Mio Euro). Das EBT belief sich auf -26,4 Mio Euro (Vorjahr: 15,1 Mio Euro). Der Konzern weist zum 30. Juni 2010 ein Ergebnis nach Steuern von -19 Mio Euro aus (Vorjahr: 9,7 Mio Euro). Bereits im dritten und dann insbesondere im vierten Quartal wird sich die Ertragslage entsprechend dem Umsatzverlauf positiv entwickeln.

Gildemeister erwartet, dass sich die steigende Nachfrage – insbesondere im Werkzeugmaschinengeschäft – in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt. Die Voraussetzungen haben sich verbessert, wenngleich die Krise noch nicht vollends überwunden ist. Zusätzliche Impulse werden von neu entwickelten Maschinen und den vier internationalen bedeutenden Herbstmessen der Branche ausgehen. Bei den „Services“ rechnet der Konzern mit weiteren Zuwächsen. Mit den „Energy Solutions“ verfügt Gildemeister über ein junges Geschäftsfeld mit Zukunftspotenzial, wie die bedeutendste Solarmesse der Welt – die Intersolar in München – zeigte.

Die Allianz mit dem japanischen Werkzeugmaschinenhersteller Mori Seiki verläuft planmäßig positiv. Die erfolgreiche Kooperation wird zu nachhaltigen Effizienzsteigerungen führen. Für das Gesamtjahr rechnet Gildemeister aufgrund der nunmehr spürbaren Aufwärtstendenzen mit einem Auftragseingang von über 1,3 Mrd Euro. Der Konzern plant, seinen Umsatz dem Auftragseingang folgend auf über 1,25 Mrd Euro zu steigern. Nach dem derzeitigen Planungsstand könnte ein ausgeglichenes Ergebnis (EBT) erreichbar sein.