Lomas Bayas in Chile ist ein Standort, dessen Verkauf Glencore in Betracht zieht. Foto: Glencore.

Lomas Bayas in Chile ist ein Standort, dessen Verkauf Glencore in Betracht zieht. Foto: Glencore.

Wie der Schweizer Rohstoffriese am Montag mitteilte, wurden die Bank of America Merrill Lynch und UBS Group AG als Berater beauftragt. Bis Ende nächsten Jahres will Glencore plc seinen Schuldenberg um ein Drittel - rund 10 Milliarden US-Dollar - reduzieren.

Nach einem Kurssprung von mehr als 7 Prozent in Erwartung dieses Ankündigungen wurden die Aktien von Glencore in Hongkong vom Handel ausgesetzt. "Jeder Verkauf von Assets verschafft Glencore angesichts der hohen Verschuldung mehr Luft und wird am Markt mit Aktienkäufen begrüßt", sagte ein Händler. In London legten die Papiere zu Börsenstart um 2,5 Prozent zu.

Glencore könnte aus dem Verkauf nach Berechnungen von Ben Davis von Liberum Capital 750 Millionen bis 1 Milliarde Dollar erlösen. Demnach war Cobar Ende 2013 mit 329 Millionen Dollar bewertet, Lombas Bayas mit 335 Millionen Dollar. Davis äußerte Bedenken, ob ein Verkauf von Kupferminen angesichts der niedrigen Preise für den Rohstoff zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll sei. Der Kupferpreis notiert derzeit nahe Mehrjahrestiefs. Doch wenn "sie einen guten Preis erzielen, ist es vielleicht gut, wer weiß", sagte Davis.

Glencore erwägt auch den Verkauf eines Anteils an seinem Agrargeschäft. Die Sparte wurde in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem Zukauf des kanadischen Unternehmens Viterra ausgebaut. Eine unternehmensnahe Person sagte allerdings, Glencore erwäge nur einen Anteilsverkauf, wenn der Preis stimme. Angestrebt ist demnach ein Erlös von 2 Milliarden Dollar.