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General Motors, hier das GM Renaissance Center in Detroit, will die Produktion zurückfahren und Mitarbeiter abbauen. - Bild: Pixabay

In dem Werk Detroit-Hamtramck, wo unter anderem die Modelle Chevrolet Volt und Buick LaCrosse gebaut werden, sollen rund 600 regulär beschäftigten Arbeitnehmer und 670 Zeitarbeiter gehen müssen.

Zuvor hatte GM bereits am Montag erklärt, die Fahrzeugproduktion in fünf Werken im Januar für eine bis drei Wochen zu senken. Der Grund ist, dass GM auf einem hohen Autobestand sitzt. Der nach Volumen größter Autobauer der Vereinigten Staaten hat den Monat Dezember mit einem Bestand in Nordamerika von etwa 873.000 unverkauften Fahrzeugen begonnen. Das ist der höchste Stand seit Wirtschaftskrise 2007, das geht aus Daten der Branchenanalysten von WardsAuto.com hervor.

Steigende Lagerbestände

Der steigende Lagerbestand deutet darauf hin, dass der Konzern Probleme hat, die gebauten Auto auch an die Kunden zu bringen. Ein Grund ist, dass die Kunden eher zu SUVs und Crossovermodellen tendieren, und klassische Limousinen immer weniger gefragt sind. Deswegen passe GM auch die Produktion in den Werken an, wo Kompaktfahrzeuge oder Limousinen gefertigt werden, sagte GM-Sprecherin Dayna Hart.

Die Werke in denen Schichten im Januar gestrichen werden sind: Detroit-Hamtramck, ein Werk in Lansing im US-Bundesstaat Michigan, das Corvette-Werk in Bowling Green im Bundesstaat Kentucky, eine Fertigungsstätte in Youngstown im Bundesstaat Ohio und ein Werk in Kansas City im Staat Missouri.

Nachfrage kühlt sich ab

Während die Verkäufe bei den Nutzfahrzeugen und SUVs unverändert robust sind, hat sich der PkW-Absatz abgekühlt. Während sich bis November der US-Pkw-Absatz um 8 Prozent ermäßigte, legten die Verkäufe bei den Crossover-SUVs, Pickups und Kleinlastern um 7 Prozent zu, das belegen Daten der Marktforscher von Autodata Corp. Erhöhte Lagerbestände bei GM könnten den Investoren leichte Kopfschmerzen bereiten.

Vor dem Gläubigerschutz 2009 versuchte der Konzern mehr Autos lozuschlagen als es Nachfrage gab und das führte zu Preisnachlässen, die dem Unternehmen in der Kasse erheblich weh getan hatten. GM-Manager haben deswegen in den vergangenen Jahren immer wieder betont, wie wichtig es sei, die Produktion an die Nachfrage anzupassen.

Manager von GM hätten in diesem Monat Analysten gesagt, der Konzern strebe einen Lagerbestand für eine Bestandsreichweite von rund 70 Tagen im Jahr 2017 an, erklärte RBC-Analyst Joseph Spak. Diese Zahl könnte in einigen Monaten dann steigen, weil der Konzern im Vorfeld der geplanten Produkteinführungen bei den SUVs die Lager auffüllt. Anfang Dezember lag der Lagerbestand bei GM bei einer Bestandsreichweite von 86 Tagen. Ein Jahr zuvor wies GM einer Reichweite von 69 Tagen aus. Die durchschnittliche Kenngröße der Autobranche liegt bei 73 Tagen.