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Nach einem starken Vorjahr will General Motores (GM) 2017 noch einmal einen drauf legen. - Bild: GM

Zudem gab der Verwaltungsrat angesichts des optimistischen Ausblicks grünes Licht für einen 5 Milliarden US-Dollar schweren Aktienrückkauf. Die GM-Aktie stieg daraufhin um mehr als 4 Prozent.

Für das abgelaufene Jahr hatte GM das obere Ende der Gewinnspanne von 5,50 bis 6,00 Dollar je Aktie ins Visier genommen. GM-Chefin Mary Barra bekräftigte diese Prognose vor der Branchenmesse in Detroit im Gespräche mit Journalisten. Das Ergebnis für 2016 wird der Konzern am 7. Februar vorlegen. Im angelaufenen Jahr will GM bereinigt und vor Steuern 6 bis 6,50 Dollar je Aktie verdienen.

Der Autohersteller begründete seinen Optimismus für das laufende Jahr mit der anhaltenden Stärke des US-Automarktes sowie der robusten Nachfrage in China und Kosteneinsparungen durch bessere Logistik und andere Schritte.

Der größte Autokonzern der USA profitiert von der starken heimischen Nachfrage nach Pickup-Trucks und SUVs - mit denen er das meiste Geld verdient -, die durch niedrige Spritpreise und Zinsen befeuert wird. In China, dem größten Markt des Konzerns, profitierte GM von Steuersenkungen auf einige Fahrzeuge. Der Absatz stieg dort auf den Rekord von 3,9 Millionen Fahrzeugen.

Aussichten für Europa wegen Brexit unklar

Die Geschäfte in Südamerika, die von der Rezession und politischer Instabilität hart getroffen wurden, dürften sich 2017 verbessern, stellte die Opel-Mutter in Aussicht. Zu den Aussichten für Europa äußerten sich die Manager indes vorsichtig, weil sich die Auswirkungen des Brexits erst noch entfalteten.

Zu der Androhung von Zöllen oder Grenzsteuern durch den künftigen US-Präsidenten Donald Trump sagte Barra, es sei zu früh, um über mögliche Auswirkungen zu spekulieren. "Wir glauben, dass es viele Dinge gibt, die wir tun können, um mit der Regierung zusammenzuarbeiten, die Amerika wieder groß machen, die das Geschäft stärken, die Wachstum stärken werden", sagte sie.

Zwar sind die politischen Absichten Trumps weiter unklar. GM könnte aber eher zur Zielscheibe des künftigen Präsidenten werden als der Wettbewerber Ford, der 95 Prozent seiner Fahrzeuge dort baut, wo er sie verkauft. Das geht aus Daten von Wardsauto für die ersten elf Monate des Jahres 2016 hervor. Bei GM liegt die Quote bei 83 Prozent und bei Fiat Chrysler bei 69 Prozent.

Trump hatte in der vergangenen Woche getwittert, GM solle eine "hohe Grenzsteuer" für den Import seines in Mexiko gebauten Modells Chevy Cruze zahlen. Barra hatte daraufhin gesagt, der Konzern habe nicht vor, seine Produktionspläne zu ändern.

Der neue Aktienrückkauf von GM lässt das erstmals im März 2015 angekündigte Rückkaufprogramm auf ein Volumen von 14 Milliarden Dollar anschwellen. Wertpapiere im Volumen von rund 6 Milliarden Dollar wurden bereits zurückgekauft.