In Europa weitete GM seinen Verlust wegen des schwachen Russlandsgeschäfts aus. - Bild: GM

In Europa weitete GM seinen Verlust wegen des schwachen Russlandsgeschäfts aus. - Bild: GM

Der US-Autobauer General Motors hat einmal mehr von dem boomenden nordamerikanischen Automarkt profitiert. Er hat seinen Gewinn im vierten Quartal nahezu verdoppelt und die Erwartungen um Längen übertroffen.

In Europa jedoch weitete sich der Verlust der Opel-Konzernmutter wegen des schwachen Russlandgeschäfts aus.

So verbuchte GM in Europa einen operativen Verlust von 393 Millionen US-Dollar nach 363 Millionen im Vorjahreszeitraum. Im schwierigen Markt Russland versuchte GM, mit einer Absenkung der Produktion gegenzusteuern. Im Gesamtjahr verlor der Konzern in Europa 1,37 Milliarden Dollar nach 869 Millionen Dollar 2013. Der Autobauer hatte angekündigt, in Europa 2016 wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

In Nordamerika lief es deutlich besser. Hier kletterte der operative Gewinn im Zeitraum von Oktober bis Dezember von 1,88 auf 2,21 Milliarden Dollar.

Insgesamt kletterte der Gewinn ohne Dividenden von gut einer Milliarde im Vorjahreszeitraum auf knapp zwei Milliarden Dollar. Bereinigt um Sonderbelastungen verdiente der Konzern 1,19 Dollar je Aktie und übertraf die Analystenschätzung von 0,83 Dollar spielend. Nach Dividenden betrug der Gewinn 1,11 Milliarden nach 953 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Umsatz fiel leicht von 40,5 auf 39,5 Milliarden Dollar.

Ab dem zweiten Quartal sollen die Anleger stärker am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Die Ausschüttung soll dann um 20 Prozent auf 0,36 Dollar je Aktie steigen. Der Board muss die Entscheidung noch absegnen.

Dow Jones Newswires/Evelyn Mahlik