HAMBURG (Dow Jones)–Der US-Automobilhersteller General Motors (GM) will mit Hilfe von Opel seine Marke Buick ausbauen. “Wir wollen Buick zu einer Weltmarke ausbauen”, sagte Chefingenieur Jim Federico der “Financial Times Deutschland” (FTD – Dienstagausgabe). In den USA startet in diesen Tagen der Verkauf des Opel “Insignia” als Buick Regal. “Ursprünglich sollte der Insignia in den USA als Saturn verkauft werden”, sagte Federico. Doch dann musste GM zahlreiche Marken abstoßen, die Opel-Schwestermarke Saturn wurde aufgegeben.

Buick dagegen überlebte die Radikalsanierung von GM und soll nun sogar mit Hilfe von Opel ausgebaut werden. “Dem Insignia werden weitere globale Modelle folgen, die in Rüsselsheim für den Weltmarkt entwickelt werden”, kündigte Federico an. In China, wo GM zuletzt stark wachsen konnte, wird der Insignia bereits als Buick Regal verkauft. Durch den Verkauf des Modells in den USA kehrt Opel auf den Heimatmarkt des Mutterkonzerns zurück.

Ebenso wie Erzrivale Ford verfolgt GM die Strategie, künftige Modelle für Europa, Asien und Amerika zentral zu entwickeln und möglichst einheitlich zu bauen. “Opel Insignia und Buick Regal sind identisch”, sagte Federico, der bereits mehrere Jahre in Rüsselsheim gearbeitet hat. “Der einzige Unterschied ist der Kühlergrill. Den mussten wir beim Buick an den amerikanischen Geschmack anpassen.”

Vor der Einstellung der Schwestermarke im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Opel-Modelle in den USA als Saturn verkauft. So war der Saturn Astra eine nur geringfügig überarbeitete Variante des Opel Astra, der Saturn Aura entsprach dem Opel Vectra.

Die Entscheidung von GM, neue Modelle von einem internationalen Team bei Opel in Deutschland entwickeln zu lassen, dürfte zumindest den Standort Rüsselsheim mittelfristig sichern. Das lange Ringen um Opel zwischen der Bundesregierung und GM hat dort allerdings tiefe Spuren hinterlassen. “Nach den endlosen Konfusionen geht bei Opel jetzt alles in die richtige Richtung”, zeigte sich Federico zuversichtlich. “Die Kollegen haben den persönlichen Kontakt die ganze Zeit über gehalten. Jetzt müssen wir das gute alte Verhältnis zwischen Opel und GM wieder aufbauen.