Mittelstand,Mittelstandsbarometer

Der deutsche Mittelstand lebt aktuell (in den meisten Fällen) in goldenen Zeiten. - Bild: Pixabay

Für Investitionsbereitschaft und Beschäftigungsdynamik seien im ersten Halbjahr 2018 Rekordwerte zu erwarten, heißt es im aktuellen "Mittelstandsbarometer" des Beratungsunternehmens Ernst & Young, das am Donnerstag in Stuttgart veröffentlicht wurde.

61 Prozent der dafür befragten Mittelständler bewerten ihre aktuelle Lage als gut. Das ist der höchste Wert seit der ersten Auflage der Studie im Jahr 2004. Etwa gleich viele gehen zudem von steigenden Umsätzen in diesem Jahr aus.

"Der deutsche Mittelstand erlebt derzeit goldene Zeiten", sagte Michael Marbler, der bei Ernst & Young den entsprechenden Bereich verantwortet. Der private Konsum beflügele den Handel, die steigende Nachfrage nach Investitionsgütern gebe dem Maschinenbau Auftrieb. Und auch aus Ländern wie Frankreich, Spanien oder Italien kämen wieder mehr Aufträge, sagte Marbler.

35 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihre Investitionen etwa in Maschinen oder Gebäude im ersten Halbjahr 2018 steigern zu wollen. Einen höheren Anteil hatte es zuletzt 2007 gegeben. Nur 6 Prozent wollen weniger investieren als zuvor. Zusätzliche Mitarbeiter wollen 36 Prozent der Betriebe einstellen - der höchste Wert überhaupt bisher. Nur bei 8 Prozent soll die Zahl der Beschäftigten sinken.

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    Volles Haus im CNC Outlet in Olching bei München. Bevor es mit den ersten Vorträgen losging, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit die Ausstellung zu besuchen und sich mit Kaffee zu stärken. - Bild: Gabriel Pankow

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    Nach der Begrüßung durch René Schmidt, Geschäftsführer CNC Outlet, und Stefan Weinzierl, Chef vom Dienst online der Fachzeitung 'Produktion', eröffnete Jörg Naffin von WS-Kunststoffservice als erster Redner den Reigen. - Bild: Gabriel Pankow

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    Er erklärte die Einbindung von Werkzeugaufnahmesystemen und Schneiden in den digitalen Gesamtprozess: Matthias Weigele, Geschäftsleitung EWS Weigele. - Bild: Gabriel Pankow

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    Berichtete aus der täglichen Praxis und gab den Teilnehmern wertvolle Tipps an die Hand: Christoph Zoller, Geschäftsführer E. Zoller GmbH. - Bild: Gabriel Pankow

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    Warum die Industrie 4.0 ohne Roboter kaum auskommt, erklärten die Experten von Universal Robots auf der Fachausstellung im Rahmen der Konferenz. - Bild: Gabriel Pankow

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    Jasminka Kösler vom CNC Outlet und Alfred Hafner von der Gefa Bank auf der Fachausstellung. - Bild: Gabriel Pankow

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    Emil Nigl (mitte) ist Pre-Sales Consultant bei Grob. Er erklärte das Thema Industrie 4.0 aus der Sicht eines Werkzeugmaschinenherstellers. - Bild: Gabriel Pankow

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    Peter Hermanns ist Abteilungsleiter Vertrieb Universalmaschinen Zentraleuropa bei Grob. Er zeigte wie Automatisierungslösungen funktionieren können. - Bild: Gabriel Pankow

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    Auch für das leibliche Wohl war natürlich ausreichend gesorgt. - Bild: Gabriel Pankow

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    Angeregte Diskussion am Stand von Blum auf der Fachausstellung. - Bild: Gabriel Pankow

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    So funktioniert das! In entspannter Atmosphäre ließ sich gut über Industrie 4.0 diskutieren. - Bild: Gabriel Pankow

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    Tim Jürgens (links) ist Roboterexperte bei Fanuc. Er demonstrierte bei einer der Maschinensessions wie sich Einzelteile und Kleinteile sinnvoll automatisieren lassen. - Bild: Gabriel Pankow

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    In Kleingruppen lernten die Teilnehmer viel über die Automatisierung von Fräs-, Serien und Einzelteilen. - Bild: Gabriel Pankow

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    Auch bei den Maschinensessions bestand jederzeit Gelegenheit Fragen zu stellen. - Bild: Gabriel Pankow

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    Björn Svatek von EMAG (links) demonstrierte an der Maschine wie sich Serienteile automatisieren lassen. - Bild: Gabriel Pankow

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    Mehr als nur reine Theorie. Björn Svatek konnte direkt an der Maschine zeigen, wie sich Automatisierung realisieren lässt. - Bild: Gabriel Pankow

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    Das Event-Team vom Verlag Moderne Industrie (v.l.n.r.) Melanie Trautner, Stefanie Ganser und Tanja Prade zusammen mit Uwe Nolle Account Manager bei der Fachzeitung 'Produktion'. - Bild: Gabriel Pankow

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    Roboter-Live-Demos von Universal Robots und Fanuc auf der Fachausstellung. - Bild: Gabriel Pankow

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    Roboterarm von Universal Robots. - Bild: Gabriel Pankow

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    Er ist einer der Vordenker in Sachen Industrie 4.0: Prof. Werner Bick (links) von ROI Management Consulting. - Bild: Gabriel Pankow

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    Ein Traum für alle Technik-Fans: Während der Veranstaltung "flog" eine rund 20 Tonnen schwere Werkzeugmaschine in die Halle des CNC Outlet ein. - Bild: Gabriel Pankow

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    Angeregte Diskussion am Stand von Zelos auf der Fachausstellung. - Bild: Gabriel Pankow

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    Fanuc demonstrierte auf der Fachausstellung wie sich Kleinserien automatisieren lassen. - Bild: Gabriel Pankow

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    Dr. Christian Liedtke ist Principal Consultant Industrie 4.0 Accelerator bei Kuka. Nach seinem Vortrag führte er die Teilnehmer durch das Kuka-Werk in Augsburg. - Bild: Gabriel Pankow

"Viele Unternehmen müssen neue Stellen schaffen, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können", sagte Marbler. "Die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt dürfte sich daher im Jahr 2018 fortsetzen - und die ohnehin bestehenden Engpässe bei der Rekrutierung von Mitarbeitern noch verschärfen." Einen Mangel an Fachkräften sehen auch die befragten Unternehmen als größte und vor allem weiter wachsende Gefahr für 2018. Dahinter folgen die Entwicklung der Rohstoffpreise und die Gefahr durch einen härter werdenden Wettbewerb. Sorgen um die Konjunktur haben nachgelassen.

Auch wenn sie insgesamt positiv sind, fallen die Ergebnisse nicht überall gleich aus. In Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg etwa beurteilen die Mittelständler ihre Situation überdurchschnittlich gut. Vor allem in Rheinland-Pfalz ist die Stimmung dagegen deutlich gedämpfter als anderswo. Und auch zwischen den einzelnen Branchen gibt es Unterschiede. Große Zufriedenheit herrscht vor allem in der Chemie- und Pharma-Branche, aber auch im Auto- und im Maschinenbau. Finanzdienstleister und die Ernährungsbranche hingegen beurteilen die Lage weniger gut.