Der Internetdienstleister Google stellt das Betaprogramm für seine Datenbrille Google Glass ein und

Der Internetdienstleister Google stellt das Betaprogramm für seine Datenbrille Google Glass ein und beginnt mit der Entwicklung der nächsten Version. - Bild: Google

Glass ist wichtig für Google, weil es der Versuch des Konzerns ist, mit Hardware Geld zu verdienen.

Google will Glass aus seiner Forschungsabteilung holen und zu einer eigenständigen Einheit machen, der Managerin Ivy Ross vorsteht. Sie und ihre Angestellten werden an Tony Fadell berichten, eine frühere Apple-Führungskraft. Fadell leitet Nest, den Gerätehersteller für vernetztes Wohnen, den Google im Februar 2014 kaufte. Fadell wird weiter Nest vorstehen und zusätzlich Glass führen.

Nur noch bis zum 19. Januar wird Google die ursprüngliche Version von Glass an Individuen verkaufen. Unternehmen und Entwicklern wird der Konzern die Brille weiter anbieten. Die neue Glass-Version soll 2015 kommen, allerdings ist Google nicht ins Detail gegangen, was den Zeitpunkt angeht.

Die Neuerungen zeigen den Kurs von Glass an: Statt Hardware-Prototypen im großen Rahmen öffentlich zu testen, wird der Konzern verfahren wie Apple und Nest, die Geräte im Geheimen entwickeln, um sie als fertige Produkte herauszubringen.

Google hat die erste Glass-Version im April 2013 im Rahmen eines Test-Programms für 1.500 Dollar verkauft. Ein Jahr später konnte jeder sie kaufen. Doch Bedenken angesichts der Privatsphäre, technische Schwächen und die Frage nach den Verwendungszwecken würgten die Umsatzzahlen ab.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke