Google will seine selbstfahrenden Autos aus eigener Entwicklung, die bislang ohne Lenkrad oder

Google will seine selbstfahrenden Autos aus eigener Entwicklung, die bislang ohne Lenkrad oder Pedale auskommen, noch im Sommer auf öffentliche Straßen bringen. - Bild: Google

Das selbstfahrende Auto von Google verlässt den Campus und kommt auf die öffentlichen Straßen. Der Internet-Konzern hatte die Elektro-Zweisitzer im vergangenen Jahr vorgestellt.

In einem Blogeintrag kündigte Google am Freitag an, dass mehrere Prototypen im Sommer auf den Straßen von Mountain View in Kalifornien herumfahren werden, wo der Konzern seine Zentrale hat.

Vor einigen Tagen erst hatte Google Unfalldaten veröffentlicht, um zu zeigen, dass die Autos sicher auf den Straßen fahren können. Der Konzern teilte mit, dass die Fahrzeuge in sechs Jahren in elf “kleinere” Zusammenstöße verwickelt gewesen seien. An keinem der Blechschäden sei ein Google-Auto schuld gewesen, Verletzungen habe es keine gegeben.

Während Google mehr Testfahrten absolviert, hat das Unternehmen weniger Erfolg beim Navigieren durch das Regulierungsdickicht. Das hängt teilweise damit zusammen, dass die Regulierungsbehörden noch prüfen, wie die Sicherheit gewährleistet werden soll.

Von der Teststrecke auf die Straße

Google sagt, die Autos haben bei ihren Testfahrten so viele Kilometer hinter sich gebracht, dass sie einer Fahrerfahrung von 75 Jahren gleichkommen. Die anderen Verkehrsteilnehmer müssen sich jetzt aber nicht darauf gefasst machen, dass sie regelmäßig von selbstfahrenden Autos überholt werden – Google riegelt die Geschwindigkeit bei 25 Meilen oder 40 Kilometer pro Stunde ab.

Es ist nicht das erste Mal, dass Google fahrerlose Autos auf die Straße lässt. Das Unternehmen hat bereits mit modifizierten Lexus-SUVs getestet. Nun jedoch nutzt Google seine eigene Flotte von Kleinwagen. Projektleiter Chris Urmson sagte, Google freue sich darauf, zu lernen, wie die Verkehrsteilnehmer die Autos wahrnehmen und mit ihnen interagieren. Es sollen auch Herausforderungen aufgedeckt werden, mit denen ein selbstfahrendes Auto konfrontiert wird – beispielsweise wo es anhalten soll, wenn es nicht an seinem exakten Ziel anhalten kann, etwa wegen Bauarbeiten oder Verkehrsstaus.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke