SpaceX will Hunderte von Satelliten in relativ niedriger Erdumlaufbahn ins All schicken. Diese

SpaceX will Hunderte von Satelliten in relativ niedriger Erdumlaufbahn ins All schicken. Diese Erdtrabanten sollen Internetzugang rund um den Globus ermöglichen. - Bild: SpaceX

Das Ziel der Kalifornier: Sie wollen laut einem Insider ihre noch in den Kinderschuhen steckenden Bemühungen intensivieren, Internetzugang per Satellit zu ermöglichen.

Eine Investition in der genannten Höhe würde die vom Multimilliardär Elon Musk getragene SpaceX mit mehr als zehn Milliarden US-Dollar bewerten, erklärte der Insider weiter. Noch ist unklar, wie hoch die Beteiligung Googles an der schnell wachsenden Firma letztlich ausfallen würde.

Falls Google den Deal unter Dach und Fach bringt, wäre es einer der vorerst letzten Schritte des Konzerns, mit Zukunftstechnologien das Internet in sehr abgelegene Regionen der Welt zu bringen. Dank breiterem Internetzugang erhöht Google auch die Zahl der Nutzer, die die eigenen Dienste in Anspruch nehmen können. Sprecher von Google und SpaceX wollten sich nicht äußern.

Google schlägt sich mit dem Gedanken an satellitenbasiertem Internet seit mehr als einem Jahr herum. Ende 2013 heuerte der Konzern den Satellitenveteran Greg Wyler an. Bis zu zehn Menschen arbeiteten zeitweise in seinem Team mit. Inzwischen hat Wyler Google aber wieder verlassen und entwickelt sein eigenes Startup für Internet über Satelliten.

SpaceX will Hunderte von Satelliten in relativ niedriger Erdumlaufbahn ins All schicken. Diese Erdtrabanten sollen Internetzugang rund um den Globus ermöglichen. Musk sprach gegenüber der Businessweek von Kosten in Höhe von zehn Milliarden Dollar für das Projekt. Mindestens fünf Jahre werde es dauern. Details zur Finanzierung oder zu Fertigungsplänen nannte er nicht.

Die Gespräche zwischen Google und Musk sind ungewöhnlich. Normalerweise verzichtet der Selfmademan auf umfangreiche Finanzierungen von außen. Er will auf keinen Fall Kontrolle über SpaceX abgeben. Probleme könnten jedoch auftauchen, sofern SpaceX in den kommenden Jahren zusätzliches Kapital braucht, um die Entwicklung neuer Raketen und mehr Starts zu finanzieren, so Branchenkenner.

Dow Jones News/Karoline Kopp