Der Supreme Court wies eine Beschwerde von Google zurück. Der Konzern strebte eine Limitierung von

Der Supreme Court wies eine Beschwerde von Google zurück. Der Konzern strebte eine Limitierung von Software-Urheberrechten an und wollte eine milliardenschwere Schadensersatzforderung von Oracle stoppen. - Bild: Screenshot/kru

Der Supreme Court wies eine Beschwerde von Google zurück. Der Konzern strebte eine Limitierung von Software-Urheberrechten an und wollte eine milliardenschwere Schadensersatzforderung von Oracle stoppen.

Oracle hatte Google 2010 verklagt und mehr als 1 Milliarde Dollar Schadensersatz gefordert. Der Softwarekonzern ist der Ansicht, dass das Smartphone-Betriebssystem Android von Google die Urheberrechte der Java-Plattform verletzt, die Oracle im selben Jahr von Sun Microsystems übernommen hat.

Google hat sich im Oktober vergangenen Jahres an den Supreme Court gewandt, nachdem ein Berufungsgericht im Sinne von Oracle entschieden hatte. Google habe Urheberrechte von Oracle in Bezug auf 37 Java-Patente verletzt, hatte das Gericht festgestellt. Damit wurde wiederum eine Entscheidung einer niedrigeren Instanz in Kalifornien kassiert, wonach es Oracle nicht möglich ist, Teile dieses Java-Quellcodes zu schützen.

Google hat sich vom Supreme Court erhofft, dass die Richter die Durchsetzung des urheberrechtlichen Schutzes in solchen Fällen einschränken. Google argumentiert, Oracle sollte nicht in der Lage sein, exklusiven Anspruch auf grundlegende Software-Codes zu erheben.

Oracle ist der Ansicht, der Code sei original und hochkreativ. Der Konzern argumentiert, Google habe die Arbeit ohne Genehmigung kopiert. Dem Supreme Court teilte Oracle mit, dass Googles Position den rechtlichen Schutz aushebeln würde, der zentral wichtig sei für die Software-Branche.

Ein Google-Sprecher kündigte an, dass das Unternehmen weiterhin die Interoperabilität verteidigen werde, die die Innovation und den Wettbewerb in der Softwarebranche gefördert habe.

Oracle-Chefsyndikus Dorian Daley bezeichnete die Entscheidung des Supreme Court als einen “Sieg für Innovation und für die Technologiebranche”.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht