Google,Rekordstrafe,EU-Kommission

Streit im Fall Google: Der US-Internetkonzern will die von der EU-Kommission verhängte Rekordstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro nicht zahlen. - Bild: Pixabay

Laut Berichten der Stuttgarter Zeitung hat Google Einspruch gegen die Rekordstrafe der EU-Kommission wegen der Benachteiligung von Konkurrenten bei der Suche nach Online-Shopping-Angeboten eingereicht. Wie ein Sprecher des Europäischen Gerichtshof am Montag in Luxemburg mitteilte, beantragte Google, die Entscheidung aufzuheben.

Die EU-Kommission hatte dem US-Internetportal vorgeworfen, seine Marktdominanz zu missbrauchen, um seine eigenen Shopping-Vergleichsportale zu begünstigen. Die Strafe war deutlich höher als gedacht. Erwartet worden war nur eine Buße von 1 bis 2 Milliarden Euro.

Nach Angaben der Stuttgarter Zeitung kündigte die EU-Kommission an, sie werde „ihre Entscheidung vor Gericht verteidigen“. Über den Fall entscheiden muss das Gericht der Europäischen Union (EuG). Derartige Verfahren würden dort mindestens anderthalb Jahre dauern. Angesichts der Komplexität des Falls rechneten Experten aber eher mit zwei Jahren. Nach einer erstinstanzlichen Entscheidung wäre nochmals Revision vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) möglich.