AMBERG (Dow Jones/ks)–Der Konzernumsatz kletterte auf 241,5 (169,9) Mio Euro, wie die Grammer AG am Dienstag mitteilte. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielte das Unternehmen aus Amberg einen Gewinn von 11,4 Mio Euro, nachdem im gleichen Vorjahresquartal noch ein Verlust von 10,9 Mio Euro zu Buche gestanden hatte. Die Ende Juli angehobene Prognose bekräftigte Grammer.

Wie bereits Ende Juli mitgeteilt, erzielte das im SDAX notiert Unternehmen im ersten Halbjahr ein EBIT von plus 15 (minus 19,4) Mio Euro, während der Umsatz um 30% auf 444,5 Mio Euro zulegte. Vor allem im Ausland stiegen die Erlöse kräftig – in den Regionen in Übersee setzte Grammer mit 90,4 Mio Euro 70,9% mehr um als im Vorjahreszeitraum. In Europa betrug das Umsatzplus fast 15% auf 290,7 Mio Euro. Nach Steuern verblieb für das erste Halbjahr ein Gewinn von 7,9 Mio Euro, davon wurden 7,8 Mio Euro im zweiten Quartal erzielt. In den ersten sechs Monaten 2009 hatte Grammer nach Steuern noch einen Verlust von 22,8 Mio Euro geschrieben.

“Wir sind mit der Entwicklung unseres Unternehmens im zweiten Quartal überaus zufrieden, und der Turn-Around ist geschafft. Die frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung zeigen nun Wirkung”, sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller.

Dank guter Auftragslage bei Geländefahrzeugen, Lkw, Bussen und Bahnen trug das im Segment Seating Systems zusammengefasste Geschäft mit Fahrer- und Passagiersitzen im ersten Halbjahr 195,6 Mio Euro zum Konzernumsatz bei. Das war ein Anstieg um 27%. Der Bereich Automotive steuerte 295,9 Mio Euro bei, ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.

Im laufenden Jahr will der Hersteller von Sitzen für Land- und Baumaschinen, Lkw, Busse und Bahnen sowie Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen für Autos den Umsatz im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um ein Zehntel auf rund 800 Mio Euro steigen, bestätigte Grammer die Ende Juli angehobene Prognose. Zudem will das Unternehmen wieder deutlich profitabler arbeiten. Die Rendite (EBIT-Marge) soll rund 3% betragen.