AMBERG (Dow Jones/rm). Nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum verdiente das im SDAX notiert Unternehmen im ersten Halbjahr vor Zinsen und Steuern (EBIT) 15 Mio EUR, wie Grammer am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Umsatz kletterte um 30% auf 445 Mio EUR.

Dank guter Auftragslage bei Geländefahrzeugen, Lkw, Bussen und Bahnen trug das im Segment Seating Systems zusammengefasste Geschäft mit Fahrer- und Passagiersitzen 160 Mio EUR zum Konzernumsatz bei. Das war ein Anstieg um 27%. Der Bereich Automotive steuerte gut 296 Mio EUR bei, ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.

Im laufenden Jahr will der Hersteller von Sitzen für Land- und Baumaschinen, Lkw, Busse und Bahnen sowie Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen für Autos nun nicht mehr nur zurück in die schwarzen Zahlen. Der Umsatz soll im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um ein Zehntel auf rund 800 Mio EUR steigen, teilte Grammer mit. Zudem will das Unternehmen wieder deutlich profitabler arbeiten. Die Rendite (EBIT-Marge) soll rund 3% betragen.

Nach tiefen Einschnitten in den vergangenen zwei Jahren war Grammer bereits im Auftaktquartal in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Den ausführlichen Bericht zum zweiten Quartal und zum ersten Halbjahr will das Unternehmen am 10. August vorlegen.