Grammer, Umsatzsteigerung, Hastor-Übernahme

Der Zulieferer für PKW-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze Grammer erzielte sowohl im Automotive als auch im Commercial Vehicles Bereich einen Umsatzanstieg. - Bild: Pixabay

Wie der Zulieferer für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze mitteilte, stieg der operative Gewinn auch wegen Kostensenkungen um mehr als die Hälfte auf 22,5 Millionen Euro. Die Marge wuchs entsprechend um 1,4 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent.

Zum Anstieg trugen beide Segmente bei. Im Automotive Segment erzielte Grammer ein Umsatzplus von 6,1 Prozent auf 335,5 Millionen Euro. Im zweiten Konzernsegment Commercial Vehicles erhöhte sich der Umsatz um 9,8 Prozent auf 134,0 Millionen Euro. Hier verzeichnete vor allem der Lkw-Bereich nun wieder leichte Zuwächse auch in Brasilien und in China.

Das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose, den Umsatz 2017 um rund 5 Prozent zu erhöhen. Die Marge soll rund 5 Prozent erreichen. Der Konzern liege damit im Zielkorridor für die Steigerung der Einnahmen auf über 2,2 Milliarden Euro und der Marge auf rund 7 Prozent im Jahr 2021.

Allerdings gebe es im Kundenkreis die Sorge um eine Einflussnahme durch die Familie Hastor. Der Industriellen-Clan ist über zwei Investmentfirmen mit mehr als 20 Prozent der mit Abstand größte Aktionär des SDAX-Unternehmens und will den Grammer-Chef ablösen. Der Autozulieferer berichtete, die Sorge der Automobilhersteller um eine Einflussnahme der Familie belaste derzeit den Auftragseingang.

Im Bereich Automotive seien die Auftragseingänge für neue Projekte erstmals seit dem Ende der Wirtschaftskrise im Jahr 2010 rückläufig. Diese Situation könnte sich im Falle einer Kontrollübernahme in der bevorstehenden Hauptversammlung und bei einer Fortsetzung des Engagements der Familie Hastor verschärfen, denn die Hersteller könnten dann entscheiden, künftige Aufträge nicht mehr an Grammer zu vergeben. Die möglichen Einflüsse könnten derzeit aber noch nicht bewertet werden, so dass Grammer den Ausblick bestätige.