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Grammer verhandele mit der Ningbo Jifeng Auto Parts über eine strategische Partnerschaft. - Bild: Grammer

Im Zuge dessen könnten sich die Chinesen, die bereits länger mit Grammer zusammenarbeiten, auch an den Bayern beteiligen. Weitere Details, wie die potenzielle Anteilshöhe, nannte die Grammer AG nicht.

Die Ankündigung kommt in einer für den Zulieferer von BMW oder Volkswagen kritischen Zeit. Grammer steht unter dem Druck der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor, die den Chef ablösen und das Kontrollgremium mit eigenen Personen besetzen will.

Der Industriellen-Clan ist über zwei Investmentfirmen mit mehr als 20 Prozent der mit Abstand größte Aktionär des SDAX-Unternehmens, das an der Börse derzeit mit rund 650 Millionen Euro bewertet wird.

Die Unternehmerfamilie kam vergangenes Jahr verstärkt in die Schlagzeilen. Im Sommer hatten sich Unternehmen der Gruppe einen Streit mit Volkswagen geliefert und die Fertigung des Autokonzerns vorübergehend lahmgelegt. Im Herbst legten die Hastors ein Übernahmeangebot für den Küchenhersteller Alno vor.

Grammer und Ningbo kennen sich schon seit Jahren. Im Jahr 2012 hatten die Bayern den Kopfstützenhersteller Nectec Automotive in Tschechien übernommen. Durch diese Übernahme hatte Grammer auch 50 Prozent an einem Joint Venture mit Ningbo Jifeng erhalten.