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Der Widerruf der Unbedenklichkeitsbescheinigung des BMWi läst Grand Chip Investment in Sachen Aixtron-Übernahme kalt. - Bild: Aixtron

Das Schreiben des BMWi führe aus sich heraus nicht zu einer Beendigung des Übernahmeangebots für Aixtron, teilte Grand Chip mit. Derzeit würden die rechtlichen Implikationen geprüft.

Das BMWi gab als Grund für den Widerruf der Unbedenklichkeitsbescheinigung laut Grand Chip an, dass die der Bundesregierung zugänglichen Informationen Anhaltspunkte dafür böten, dass das bei Aixtron vorliegende Know-how auch sicherheitsrelevante Technologien, insbesondere für den Verteidigungssektor, umfasst. Die Befürchtung laute, dass dieses durch die Übernahme offengelegt werden könnte.

Am Montag hatte das Bundeswirtschaftsministerium, das nun erneut in die Prüfung der Übernahme des Aachener Spezialmaschinenbauers einsteigen will, auf Nachfrage keine Gründe genannt. Eine Sprecherin sagte, sie könne "während des laufenden Verfahrens" keine Auskünfte geben. Am Ende des Verfahrens könne aber stehen, dass die Übernahme nicht genehmigt werde.

Fujian Grand Chip Investment will Aixtron für insgesamt 670 Millionen Euro übernehmen. Die angestrebte Beteiligung haben die Chinesen bereits erreicht. Kurz vor Ende der Annahmefrist am Freitag waren knapp 65 Prozent der Anteile angedient. Die Mindestannahmeschwelle lag bei 50,1 Prozent. Grand Chip hatte sie zwischenzeitlich gesenkt, um auf Nummer sicher zu gehen.

Grand Chip will die Ergebnisse der Offerte am 27. Oktober veröffentlichen. Die weitere Annahmefrist werde voraussichtlich am 28. Oktober beginnen und am 10. November enden.