Christian Grob, Generalbevollmächtigter der Grob-Werke.

Christian Grob, Generalbevollmächtigter der Grob-Werke.

Mindelheim (sm). Mit einer in ihrer Geschichte beispiellosen Investitionsoffensive sind die Grob-Werke in ein neues Maschinenbauzeitalter aus der Krise gestartet. Trotz aller Schwierigkeiten der letzten Jahre, konnte 2009 eine über 12 000 m² große Produktionshalle am Standort Mindelheim ihrer Bestimmung übergeben werden. Ein Jahr später fand die Vertragsunterzeichnung für den Bau eines neuen 25 000 m² großen Werkes in Dalian in der Volksrepublik China statt, das die Grob-Werke in ihrer Vertriebsoffensive „Asien“ einen weiteren entscheidenden Schritt nach vorne bringen wird. Parallel dazu wird das Grob-Werk in Bluffton/USA um weitere 5 000 m² auf 30 000 m² Produktionsfläche erweitert, um dem zunehmenden Bedarf an Zerspanungs- und Montageanlagen der amerikanischen Automobilindustrie gerecht zu werden.
Doch auch am Stammsitz in Mindelheim sind die Investitionsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen. Derzeit entsteht eine weitere Produktionshalle, die mit über 22 000 m² die größte Halle in dem 1968 gegründeten Grob-Werk im schwäbischen Allgäu sein wird. Mit ihr wächst die Gesamt-Produktionsfläche in Mindelheim auf 150 000 m². „Das bedeutet konkret,“ so Christian Grob, Generalbevollmächtigter der Grob-Werke, „dass wir innerhalb unserer Investitionsoffensive in den kommenden zwei Jahren ein Volumen von über 90 Mio Euro an allen vier Standorten investieren werden.“
Eine Entwicklung, die sich auch in der Leistung niederschlagen wird. „Betrug die Gruppenleistung des Unternehmens im letzten Geschäftsjahr 2010/2011 noch 460 Mio Euro, so erwarten wir bereits im laufenden Geschäftsjahr eine Leistung von etwa 650 Mio Euro“, beschreibt German Wankmiller, Vorsitzender der Grob-Geschäftsführung die hochgesteckten Erwartungen und die Expansion des Unternehmens. „Für das kommende Geschäftsjahr 2012/2013, wenn unser chinesisches Werk in Dalian seine Produktion voll aufgenommen haben wird und auch die Kapazitäten in Mindelheim durch die derzeit neu entstehende Halle 9 erweitert sein werden, können wir auf Produktionskapazitäten mit einem aktuellen Umsatzvolumen von über einer Milliarde Euro verweisen“.
Doch Grob investiert nicht nur in die Breite, sondern hat seit einigen Jahren die schnelle Optimierung aller Produktionsprozesse konsequent vorangetrieben. So ist nach dem Vorbild der Automobilindustrie die gesamte Kette des Entstehungsprozesses einer Stand-Alone-Maschine und von kompletten Anlagen neu strukturiert und vollständig verändert worden. Damit konnten die Durchlaufzeiten, die Bestände und die Produktivität massiv verbessert werden. Erreicht wurde das durch ein eigens entwickeltes Grob-Produktionssystem.
„Alles Maßnahmen die zeigen, welchen gewaltigen Aufschwung die Grob-Werke seit der Krise innerhalb kürzester Zeit genommen haben. Maßnahmen die auch notwendig sind, um den aktuellen historischen Auftragsbestand von etwa einer Milliarde Euro abzubauen. Allein per August 2011 erreichte der Auftragseingang bei Grob ein Rekordniveau von über 700 Mio Euro.“, so Wankmiller. Aufgrund der überaus dynamischen Entwicklung der Automobilindustrie werde neben dem Aufbau der Fertigungskapazitäten auch intensiv in den kontinuierlichen Aufbau der Mitarbeiter an allen Produktionsstandorten investiert. So werden mit diesen Investitionsmaßnahmen weltweit etwa 600 neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen, davon allein 400 Arbeitsplätze in Mindelheim.