Grob, DMG meccanica

Mit der Übernahme von DMG meccanica verstärkt Grob seine Kompetenzen im Bereich Elektromobilität. Bild: Grob

Ende Januar 2017 hat der Werkzeugmaschinenbauer Grob 100 Prozent der Anteile von DMG meccanica übernommen und kann damit seine seit mehreren Jahren im Aufbau befindlichen Kompetenzen und Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität erheblich verstärken. Mit den Technologien von DMG meccanica und den bei Grob neu entwickelten Verfahren, ist es für Grob nun möglich, alle wesentlichen Herstellungsprozesse und –verfahren der Elektroantriebe für die Automobilindustrie und deren Zulieferer weltweit anzubieten und in naher Zukunft auch für die Serienfertigung liefern zu können.

Win-Win-Situation für beide Unternehmen

DMG meccanica ist seit vielen Jahren spezialisiert und sehr erfahren in der Herstellung von Maschinen und Anlagen für die Produktion von Statoren für Elektromotoren, Alternatoren und Generatoren. Das Technologie-Knowhow basiert auf dem bewährten Wicklungsverfahren der Einzugstechnologie und dem Nadelwickeln. Die Maschinen und Anlagen von DMG meccanica gehen zum Großteil direkt in die Automobilindustrie. Neue Verfahren, speziell für die Serienherstellung von Statoren der Elektromotoren in Elektrofahrzeugen entwickelt und testet Grob in seiner eigenen Entwicklungsabteilung.

Die zukünftige Zusammenarbeit ist damit für beide Unternehmen eine Win-Win-Situation: Grob sichert sich weiteres Knowhow im Bereich der Elektromobilität und DMG meccanica hat mit Grob einen starken Partner mit globaler Ausrichtung für die Serienproduktion. Weitere Investitionen zum Ausbau dieser Technologien im Bereich der Elektromobilität sind an beiden Standorten Turin und Mindelheim geplant.

DMG meccanica ist ein renommierter Partner im Maschinen und Anlagenbau für Elektromotoren

Mauro Marzolla und der Vater von Marco Debilio haben DMG meccanica bereits im Jahre 1992 aus einem Spin-off eines der führenden italienischen Anbieter von Wickelmaschinen für Elektromotoren gegründet. 2016 erzielte ihr Unternehmen mit vierzig Mitarbeitern eine Gesamtleistung von zehn Millionen Euro. Zu ihrem Kundenportfolio gehören viele namhafte Hersteller von Elektromotoren und Lieferanten der Automobilindustrie. DMG meccanica ist besonders stark im wichtigen E-Mobility-Markt China vertreten.

Die beiden Eigentümer Mauro Marzolla und Marco Debilio bleiben dem Unternehmen auch in Zukunft erhalten und werden DMG meccanica als Geschäftsführer weiterführen. Darüber hinaus bleibt DMG meccanica innerhalb der Grob-Gruppe als eigenständige Gesellschaft bestehen, und alle Arbeitsplätze in Italien bleiben selbstverständlich erhalten. 

Die Grob-Werke sind ein führender Werkzeugmaschinenhersteller

Die Grob-Werke sind ein international operierendes Familienunternehmen mit Sitz im bayerisch-schwäbischen Mindelheim und einem Produktportfolio vom Universal-Bearbeitungszentrum bis zum hoch komplexen Fertigungssystem inklusive Automatisierung und von Montageeinheiten in der Zerspanung bis hin zu voll automatisierten Montageanlagen. Damit ist Grob einer der wenigen Werkzeugmaschinenhersteller, der sowohl Zerspanungs- als auch Montageanlagen anbietet und produziert.

Da die Produktion von Elektromotoren ein spezielles Montage-Knowhow verlangt, lag es für Grob auf der Hand, sich einen kompetenten Partner aus dem Bereich der Elektromotoren-Technologie zu suchen. Mit der Übernahme von DMG meccanica unterstreicht Grob im Wandel der Antriebstechnik mehr denn je seinen Anspruch führender und zuverlässiger Partner der Automobilindustrie zu sein.

Grob-Werke

Die größten Werkzeugmaschinen

  • Index G220 RatioLine

    Die G220 RatioLine von Index verbindet Drehen und Fräsen in einem Maschinenkonzept. Sie ist über vier Meter lang, 2,30 Meter breit, gut zweieinhalb Meter hoch und ausgelegt für die Bearbeitung von anspruchsvollen Werkstücken, bis hin zur Fünfachsbearbeitung. - Bild: Index

  • Emag VLC 1200

    Wird mit großen Werkstücken auch ohne Karussell-Drehmaschine fertig: Auf dem Produktionszentrum VLC 1200 von Emag können Futterteile bis 1,2 Meter Durchmesser laut Hersteller in einer Aufspannung komplett bearbeitet werden. Für diese Maschine braucht man vor allem Platz in der Breite - und zwar über acht Meter. Die Länge liegt bei drei, die Höhe bei 5,5 Metern. - Bild: Emag

  • Studer S41

    Nichts für kleine Sachen: Die Universal-Rundschleifmaschine S41 von Studer kommt mit Werkstücklängen von gut eineinhalb Metern klie ruar. Dnd fünf Meter lange Schleifmaschine wird in den Bereichen Maschinenbau, Aerospace und Energie genutzt. - Bild: Studer

  • Grob G800

    Die Palettengröße von 80 mal 80 Zentimetern der G800 von Grob eignet sich laut Hersteller vor allem für die Bearbeitung von Motorenkomponenten und Hinterachs-Gehäusen im Nutzfahrzeugbau. Die 8,65 Meter lange und über 4 Meter breite Maschine kommt zudem nicht nur im allgemeinen Maschinenbau, sondern auch in der Flugzeugindustrie, dem Formenbau und der Energietechnik zum Einsatz. - Bild: Grob

  • Niles-Simmons N50 MC

    Zuständig für große Wellen: Das Bearbeitungszentrum N50 MC von Niles-Simmons ist für die Komplettbearbeitung von Großkurbelwellen für Schiffsdieselmotoren ausgelegt. Die gut fünfeinhalb Meter hohe Maschine bringt es auf eine Länge von 15 Metern. - Bild: Niles-Simmons

  • Heller FP16000

    Das Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum FP16000 von Heller kann mit 8 Tonnen beladen werden und erlaubt die Simultanbearbeitung auf fünf Achsen und fünf Seiten. Die Maschine kommt auf eine Länge von 13 Metern. Sie ist 7,6 Meter breit und 5,4 Meter hoch. - Bild: Heller

  • Trumpf TruLaser-Serie 8000

    Maschinen der TruLaser-Serie 8000 von Trumpf bearbeiten Bleche bis zu einer Länge von 16 Metern und zweieinhalb Metern Breite. Die größte Anlage der Serie ist immerhin 37 Meter lang – zu einer langen Bahn im Schwimmbad fehlt damit nicht mehr viel – und 5 Meter breit. - Bild: Trumpf

  • Schuler Servodirekt

    Nur fünf Meter kürzer als ein Fußballfeld: Die Servopresse aus der Presslinie Servodirekt von Schuler bringt es auf eine umwerfende Länge von 85 Metern. Die Presse passt laut Schuler die Bewegungsabläufe individuell an die verschiedenen Schneidwerkzeuge an und verarbeitet unterschiedliche Materialien für Formplatinen. - Bild: Schuler