Grammer,Ningbo Jifeng,Chinesen,Einfluss,Sitzhersteller

Die Chinesen hatten ihre Beteiligung an dem Sitzhersteller Grammer im Juli von zuvor gut 15 auch mehr als 20 Prozent aufgestockt. Nun will der chinesische Großaktionär Ningbo Jifeng mehr Einfluss bei den Deutschen. - Bild: Grammer

Der mit dem Grammer-Management verbündete chinesische Großaktionär Ningbo Jifeng will bei dem Autositzehersteller künftig Einfluss nehmen. Die Chinesen hatten ihre Beteiligung im Juli von zuvor gut 15 auch mehr als 20 Prozent aufgestockt. Nun teilte der Aktionär der Grammer AG mit, er verfolge mit der Investition die Umsetzung strategischer Ziele, wie das SDAX-Unternehmen mitteilte.

 

So solle der Anteil innerhalb der nächsten zwölf Monate weiter aufgestockt werden. Zudem strebe der Investor eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs-, und Aufsichtsorganen an. Eine Änderung der Kapitalstruktur oder Dividendenpolitik sei nicht geplant.

Ansage an Hastor

Grammer hatte sich Anfang des Jahres mit dem langjährigen Partner verbündet, um den Einfluss der Industriellenfamilie Hastor zurückzudrängen, die über zwei Gesellschaften mit rund 20 Prozent an den Ambergern beteiligt ist. Die Investorenfamilie will bei Grammer durchregieren und auch den Grammer-Chef ablösen, hatte auf der Hauptversammlung Ende Mai aber eine Niederlage erlitten. Auch dank des chinesischen Großaktionärs unterstützten die Anteilseigner den Kurs des Managements mit deutlicher Mehrheit.