Ralf Dieter Dürr

Dürr-Chef Ralf Dieter hatte bereits im Sommer angedeutet, dass eine Prognoseanhebung auf Grund guter Geschäfte in China und Nordamerika mitunter noch anstehen könne. - Bild: Dürr

"Nach der guten bisherigen Entwicklung gehen wir davon aus, dass der Umsatz auf 3,6 bis 3,7 Milliarden Euro steigt", wird Konzernchef Ralf Dieter in der Mitteilung des Unternehmens zitiert. Zuvor war Dürr von 3,4 bis 3,5 Milliarden Euro ausgegangen. Beim Auftragseingang sollen zwischen 3,4 und 3,5 Milliarden erreicht werden, nachdem das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen zuvor 3,2 Milliarden bis 3,5 Milliarden gesehen hatte.

Manager Dieter hatte im Interview mit Dow Jones Newswires bereits im Sommer angedeutet, dass eine Prognoseanhebung auf Grund guter Geschäfte in China und Nordamerika mitunter noch anstehen könne. Damals ging er bereits davon aus, bei beiden Kennzahlen jeweils obere Ende des Korridors erreichen zu können.

Damals hatte Dieter ebenfalls gesagt, dass Dürr üblicherweise im zweiten Halbjahr zulegen würde, sodass die guten Ergebnisse im dritten Quartal nun nicht gänzlich überraschen. Insgesamt erwirtschaftete Dürr im vergangenen Quartal Einnahmen von 988,2 Millionen Euro nach 581,3 Millionen im Vorjahr. Jedoch ist erst seit Oktober vergangenen Jahres Homag, der Hersteller von holzverarbeitenden Maschinen, in die Bilanz des Dürr-Konzerns voll konsolidiert.

Der Auftragseingang legte im dritten Quartal von 656,8 Millionen auf 899,1 Millionen Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und vor Sondereffekten aus der Homag-Übernahme stieg um 38,5 Prozent auf 83,9 Millionen Euro. Damit lagen die Ergebnisse teils deutlich über den Erwartungen, der zuvor von Dow Jones Newswires befragten Analysten.

Die Gewinnprognose bleibt bestehen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll weiterhin im zweistelligen Millionenbereich zulegen, ausgehend von rund 221 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Die Marge nach Sondereffekten soll dabei nach heutigem Stand ungefähr in der Mitte der Bandbreite zwischen 7 und 7,5 Prozent liegen, teilte das Unternehmen weiter mit. Die Ebit-Marge nach Sondereffekten lag konzernweit im dritten Quartal bei 8,3 Prozent, nach neun Monaten bei 6,9 Prozent.