Werner Göttlicher, Abteilungsleiter Maschinenbau, und Cloos-Spartenleiter Stephan Pittner (r.)

Werner Göttlicher, Abteilungsleiter Maschinenbau, und Cloos-Spartenleiter Stephan Pittner (r.) freuen sich mit Hajo Schol über das seltene Arbeitsjubiläum. Bild: Cloos

HAIGER (sun). Der 64-Jährige Hans-Joachim Schol kann sich noch genau an sein Vorstellungsgespräch erinnern: „Danach sagte der Seniorchef Carl Cloos in seiner Siegerländer Mundart: Woa Jung, du fängst bei mir an!“

Nach der Volksschule begann der 14-Jährige Allendorfer Junge am 1. April 1963 seine Lehre als Maschinenschlosser. „Zu Cloos bin ich gegangen, weil die Firma damals schon einen guten Ruf in der Schweißtechnik hatte.“ Sein Spitzname „Hajo“ war von Anfang an gesetzt, weil der Meister „Hans-Joachim als viel zu lang bewertete“. Hajo Schol lernte fleißig und wurde schließlich in der Abteilung Vorrichtungsbau eingesetzt, für den bis heute sein Herz schlägt.

„Wir haben hier in den Jahren die unterschiedlichsten Schweißvorrichtungen gebaut für die verschiedensten Werkstücke unserer Kunden.“ Auch bei der Einführung der Roboter-Schweißtechnik Ende der 1970er Jahre war er dabei. Als Cloos das Werk in Herborn aufbaute, wurden Trainer gesucht, um die neuen Kollegen zu schulen. Hajo Schol übernahm auch diese besondere Herausforderung. „Interessant waren die vielen Montagetätigkeiten, um Anlagen in ganz Europa aufzubauen“, blickt der Jubilar zurück.

Was ihn 50 Jahre bei Cloos bei allen Höhen und Tiefen gehalten hat? „Es ist klasse, bei einer Firma zu arbeiten, die technologisch immer wieder Herausforderungen anpackt und meistert. Außerdem haben wir ein gutes Betriebsklima und als Cloos-Familie eine hohe Identifizierung mit dem Unternehmen.“ Im November will der Jubilar in den Ruhestand wechseln und als Rentner das Leben genießen, sich mit Wandern fit halten und vielleicht auch mal wieder Cabrio fahren.