Klaus Deller Knorr-Bremse

Knorr-Bremse-Chef Klaus Deller: "Unser Ziel ist es, einen weltweit führenden Systemanbieter im Bereich Nutzfahrzeuge zu schaffen." - Bild: Knorr-Bremse

Knorr-Bremse bietet jetzt 125 schwedische Kronen je Haldex-Aktie, nach bisher 110. Das ist deutlich mehr als Konkurrent ZF Friedrichshafen, der mit seinem jüngsten Angebot von 110 Kronen die Unterstützung des Haldex-Managements gewonnen hatte. Der schwedische Zulieferer wird damit mit 5,53 Miliiarden schwedischen Kronen oder umgerechnet rund 580 Millionen Euro bewertet.

"Unsere Perspektiven bleiben unverändert: Wir sind fest entschlossen, die Verbindung von Haldex und Knorr-Bremse umzusetzen. Dies unterstreicht nicht nur unser erhöhter Anteil an Haldex Aktien, sondern auch unser erhöhtes Angebot an die Aktionäre von Haldex. Wir hätten dieses Angebot nicht unterbreitet, wenn wir nicht davon überzeugt wären", sagte Klaus Deller, Vorsitzender des Vorstands der Knorr-Bremse AG.

Haldex und Knorr-Bremse seien zwei Unternehmen gleicher Art. "Wir blicken beide auf eine lange Geschichte in der Nutzfahrzeugindustrie zurück, in deren Mittelpunkt Innovation steht. Uns ist bewusst, dass die aktuelle Situation bei den Mitarbeitern und anderen Interessengruppen von Haldex Fragen aufwerfen kann." Knorr Bremse habe dieses Angebot angepasst, um den Aktionären Sicherheit im Hinblick auf den Vollzug der Transaktion zu geben.

Deller betont, dass Knorr-Bremse absolut überzeugt sei, die Transaktion erfolgreich zum Abschluss zu bringen. "Der
erhöhte Angebotspreis und der Umstand, dass wir nunmehr 11,35 Prozent der Aktien an Haldex halten, unterstreichen unsere Zuversicht und sind ein starkes Signal an die Aktionäre."

Knorr-Bremse ist ZF beim Kampf um Haldex schon vorher mit einer Offerte in die Parade gefahren. Am Mittwoch jedoch empfahl das Board von Haldex den Aktionären, die Offerte von ZF anzunehmen. Eine Rolle spielte dabei auch, dass das Angebot von ZF wesentlich früher als das Gegenangebot abgeschlossen werden könne und somit eine höhere Transaktionssicherheit biete.

ZF Friedrichshafen teilte denn auch mit, grünes Licht von sämtlichen beteiligten nationalen Kartellbehörden bekommen zu haben. Zugleich meldeten die Friedrichshafener, bereits einen Gesamtanteil von 21,24 Prozent an den Schweden zu besitzen und mit weiteren Investoren zu sprechen, um die Beteiligung aufzustocken.