Laut BDI-Präsident Dieter Kempf gefährden die "handelspolitischen Schutzmaßnahmen der Vereinigten Staaten das weltwirtschaftliche Wachstum".

Laut BDI-Präsident Dieter Kempf gefährden die "handelspolitischen Schutzmaßnahmen der Vereinigten Staaten das weltwirtschaftliche Wachstum". - Bild: BDI

Bei einer Eskalation der Handelskonflikte stünde gar noch weit mehr auf dem Spiel. "Die handelspolitischen Schutzmaßnahmen der Vereinigten Staaten bedrohen das weltwirtschaftliche Wachstum", erklärte BDI-Präsident Dieter Kempf. Der BDI erwarte für das laufende Jahr einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 2,25 Prozent. "Bei einer Eskalation der Handelskonflikte sind nur zwei Prozent realistisch."

Die von den USA geplanten handelspolitischen Maßnahmen gegen China, die eingeführte Strafzölle auf Stahl und Aluminium und drohende Schutzzölle auf Autos könnten das Vertrauen der Investoren belasten und Investitionen gefährden. "Dies dürfte in der mittleren Frist die weltweite Nachfrage nach deutschen Investitionsgütern und damit die deutschen Exporte beeinträchtigen."

Zugleich belaste der Ausstieg der USA aus dem Iran-Atomkommen mit möglichen höheren Ölpreisen. Die Vereinigten Staaten sind dabei, wieder Sanktionen gegen den Iran einzuführen. Damit werden europäische Unternehmen faktisch vor die Wahl gestellt, ob sie mit dem Iran oder mit den USA Geschäfte machen wollen.

Der BDI hatte für das laufende Jahr ein Wachstum des deutschen Exports von fünf Prozent vorausgesagt. Dies sei zwar weiter möglich. "Treten die negativen Effekte aber recht bald ein, ist eine Abschwächung der Exporttätigkeit auf vier bis viereinhalb Prozent für dieses Jahr durchaus wahrscheinlich." Die deutsche Wirtschaft hatte im ersten Quartal insgesamt bereits schwächer zugelegt als erwartet.

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