Reedereikonzern Hapag-Lloyd Containerschiff

Der Reedereikonzern Hapag-Lloyd führt Gespräche mit der United Arab Shipping Company (UASC) aus Dubai über eine Zusammenarbeit im Containergeschäft. - Bild: Hapag-Lloyd

Bei den Verhandlungen der beiden Unternehmen gehe es um "mögliche Formen einer Kooperation einschließlich einer Zusammenführung ihrer jeweiligen Containerschifffahrtsaktivitäten", wie Hapag-Lloyd mitteilte. Das Wall Street Journal hatte zuvor über eine Zusammenlegung des Containergeschäfts der beiden Reedereien berichtet.

Für den Fall einer Zusammenführung der Containergeschäfte gehen die Parteien laut Mitteilung von einer relativen Bewertung der beiden Unternehmen von 72 Prozent für Hapag-Lloyd und zu 28 Prozent für (UASC) aus, sollten die Verhandlungen abgeschlossen werden und die wechselseitige Due Diligence zufriedenstellend ausfallen.

Bislang gebe es noch keine bindende Vereinbarung. Es bestehe auch keine Gewissheit, dass die Gespräche zu einer abschließenden Vereinbarung führen werden, so Hapag-Lloyd.

Die Konsolidierung in der Branche, die unter dem nachlassenden Welthandel und dem massiven Rückgang der Frachtraten leidet, schreitet voran. In den letzten Jahren haben sich mehrere große Firmen zusammengetan oder haben Allianzen gegründet, um die Kosten zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass der drittgrößte Containerreeder, die französische CMA CGM, eine Allianz mit der chinesischen Cosco bildet. Der sogenannten Ocean Alliance wird auch Neptune Orient Lines angehören, die derzeit von CMA CGM übernommen wird. Zudem haben Cosco Group und China Shipping jüngst ihre Fusion beschlossen. Branchenführer Maersk Line dominiert in einer Allianz mit der Mediterranean Shipping (MSC) die lukrativen Routen von Asien nach Europa. Die Hapag-Lloyd AG hatte ihrerseits ihr Containergeschäft mit dem der chilenischen Reederei CSAV zusammengelegt.