Durch eine Kooperation mit dem israelischen Unternehmen Landa will Heidelberger Druck seine

Durch eine Kooperation mit dem israelischen Unternehmen Landa will Heidelberger Druck seine Aktivitäten im Bereich Digitaldruck verstärken (Bild: Heidelberger Druck).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks). Zusammen wollen die beiden an der Entwicklung von Druckmaschinen auf Basis der Nanografie zusammenarbeiten. Damit soll das Digitalangebot für den Kleinauflagen- und variablen Datendruck erweitert werden, sagte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Schreier in Düsseldorf im Vorfeld der Branchenmesse drupa.

Heidelberger Druck arbeitet im Digitaldruck bereits mit dem Anbieter Ricoh zusammen. Mittlerweile seien aus dieser Partnerschaft nahezu 100 Maschinen verkauft worden, so Schreier. Zur drupa sei die Partnerschaft mit Ricoh ausgebaut worden und die Digitaldruckmaschinen als eigene Marke in das Portfolio integriert worden.

Die Zusammenarbeit mit Landa gestaltet sich als Lizenzvereinbarung. Details, auch finanzieller Natur, werden noch ausgearbeitet. Dabei soll die auf Nanotechnik basierende Bebilderungstechnologie von Landa mit Offsetdruck kombiniert werden. Die Partnerschaft soll dabei die Lücke zwischen der Kooperation mit Ricoh und den Großmaschinen von Heidelberger Druck füllen. Die Maschinen aus der Ricoh-Kooperation produzieren Kleinstauflagen von rund 250 Druckerzeugnissen, die Maschinen aus der Landa-Zusammenarbeit sollen 500 bis 1.000 Stück drucken können.

Bis die neuen Maschinen auf dem Markt sind, dauert es jedoch noch etwas: 18 bis 24 Monate schätzt Heidelberger-Druck-Chef Schreier, vorher werde das neue Produkt nicht auf dem Markt kommen.

Der Digitaldruck gehört zu den Wachstumsfeldern. Noch ist das Geschäft bei HeidelbergerDruck eher gering: der Umsatz liegt laut Schreier im zweistelligen Mio-Euro-Bereich. Das Unternehmen strebt dabei ein rasches Vordringen in den dreistelligen Mio-Bereich an. Zum Vergleich: 2011 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 2,6 Mrd Euro.