HEIDELBERG (Dow Jones/ks)–Zwischen Juli und September erlöste der MDAX-Konzern laut vorläufigen Zahlen 633 (Vorjahr: 499) Mio Euro, wie das Unternehmen am Dienstag überraschend mitteilte. Darin seien Währungseffekte von rund 38 Mio Euro enthalten.

Auch beim operativen Ergebnis konnte der von der Branchenkrise schwer gebeutelte Druckmaschinenhersteller zulegen. Dank der erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen bewege sich das vorläufige Betriebsergebnis ohne Sondereinflüsse in einer Bandbreite von minus 5 Mio bis minus 10 Mio Euro. Im Vorjahresquartal hatte der Verlust noch bei 65 Mio Euro, im Auftaktquartal 2010/11 bei 35 Mio Euro gelegen.

Der Auftragseingang verbesserte sich auf 651 Mio von 534 Mio Euro im Vorjahresquartal. Dabei seien 39 Mio Euro auf Währungseffekte entfallen, teilte der Konzern weiter mit.

Das vorläufige Finanzergebnis im zweiten Quartal beläuft sich auf rund minus 50 Mio Euro, nachdem es im Vorjahresquartal bei minus 27 Mio Euro gelegen hatte. Neben den Finanzierungskosten hätten sich unter anderem Einmalaufwendungen im Rahmen der Tilgung von Kreditverbindlichkeiten aus den Mitteln der Kapitalerhöhung negativ ausgewirkt, hieß es zur Begründung. Mit seiner im September abgeschlossenen Kapitalerhöhung hatte der Druckmaschinenhersteller rund 420 Mio Euro brutto erlöst.

Trotz Auszahlungen im Rahmen der Restrukturierung habe Heidelberger Druck im zweiten Quartal einen im Bereich der Erwartung liegenden leicht positiven Free Cashflow erzielt.

“Die vorläufigen Zahlen zeigen, dass unsere organisatorische und strategische Neuausrichtung greift. Durch unsere verbesserten Strukturen profitieren wir weiterhin von dem konjunkturellen Aufschwung sowie der Erholung in den Industrieländern und bestätigen daher unsere Prognose für das Geschäftsjahr”, sagte Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier. Für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 rechnet Heidelberg weiterhin mit einem moderaten Umsatzwachstum. Operativ soll ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden. Unter dem Strich erwartet Heidelberger Druck jedoch wegen der Finanzierungskosten unverändert einen deutlichen Jahresfehlbetrag.

Die endgültigen Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 will Heidelberger Druck am 10. November veröffentlichen.