Der Heidelberg-CEO Bernhard Schreier zeigte sich auf der Bilanzpresskonferenz für das

Der Heidelberg-CEO Bernhard Schreier zeigte sich auf der Bilanzpresskonferenz für das Geschäftsjahr 2010/11 zuversichtlich (Bild: Heidelberger).

HEIDELBERG (Dow Jones/ks)–Unter dem Strich geht der Druckmaschinenkonzern jedoch erst im Folgejahr – 2012/13 – wieder von einem Gewinn aus, wie die Heidelberger am Donnerstag mitteilen.

Vor allem die Messe drupa im Jahr 2012 soll die Geschäfte ankurbeln. Zudem erwartet Heidelberger Druck eine weitere Erholung der Printmedienindustrie. Dies soll zu einem Umsatzwachstum in den kommenden zwei bis drei Jahren auf mehr als 3 Mrd Euro führen, nach 2,6 Mrd Euro im vergangenen Jahr. Niedrigere Finanzierungskosten, unter anderem aufgrund der Umschuldung im März, sollen sich zudem positiv auf die Ergebnisse auswirken.

Dem Unternehmen waren in der Wirtschaftskrise die Aufträge weggebrochen. Nur mittels staatlich abgesicherter Kredite konnte der MDAX-Konzern seine Finanzierung sichern, die Folge war ein strikter Sparkurs inklusive Arbeitsplatzabbau.

Heidelberger Druck hat im abgelaufenen Geschäftsjahr das erste Mal seit zwei Jahren mit 4 Mio Euro operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Dabei profitierte der Konzern von der dynamischen Entwicklung in den Schwellenländern, insbesondere in China.

Die hohen Finanzierungskosten im vergangenen Jahr sowie Einmalaufwendungen aus der Rückführung von Verbindlichkeiten führten zu einem Jahresfehlbetrag von 129 Mio Euro, der damit 100 Mio Euro niedriger ausfiel als noch im Vorjahr. Eine Dividende wird es für die Aktionäre daher für 2010/11 nicht geben.