Heidelberger Druck spürt die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten und die geringe

Heidelberger Druck spürt die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten und die geringe Investitionsbereitschaft seiner Kunden (Bild: Heidelberger Druck).

Von Stefanie Haxel, Dow Jones Newswires

HEIDELBERG (ks)–Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten und eine schwächere gesamtwirtschaftliche Dynamik habe die Unsicherheit im Markt steigen lassen. Dies bremse das Investitionsverhalten in der Druckbranche. Das teilte der Druckmaschinenhersteller am Montagabend bei Vorlage der vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal mit.

Im zweiten Quartal per Ende September habe der Auftragseingang nach vorläufigen Zahlen auf 668 Mio Euro von 650 Mio Euro zugelegt. Die Auftragslage des MDAX-Konzerns sei weiterhin international uneinheitlich und geprägt von der einerseits anhaltend unsicheren Lage in den USA, Japan und den Mittelmeeranrainerstaaten sowie andererseits vom positiven Verlauf in China und Südamerika.

Der vorläufige Umsatz erreichte mit 636 Mio Euro etwa das Vorjahresniveau von 633 Mio Euro. Operativ schrieb HeidelbergerDruck schwarze Zahlen und erzielte einen Gewinn von 5 Mio Euro nach einem Verlust von 6 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Der freie Cashflow verbesserte sich auf 12 (6) Mio Euro.

Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal sei im Rahmen der Erwartungen verlaufen, erläuterten die Heidelberger. Die Nachfrage werde sich im zweiten Halbjahr aber schlechter entwickeln als erwartet. Auch Umsatz und operatives Ergebnis dürften unter den Erwartungen bleiben. Im Gesamtjahr, das am 31. März abläuft, werde sich das operative Ergebnis zwar “spürbar verbessern”, hieß es. Dies reiche aber noch nicht aus, um vor Steuern schwarze Zahlen zu schreiben.

An den mittelfristigen Profitabilitätszielen hält der MDAX-Konzern fest, auch wenn sich die geplante Umsatzsteigerung auf über 3 Mrd Euro aufgrund der Nachfrageschwäche zeitlich verzögern sollte. Um dieses Ziel zu erreichen, werde HeidelDruck alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, hieß es. So kündigte der weltgrößte Druckmaschinenhersteller am Montag “kurzfristig umsetzbare Maßnahmen im Sach- und Personalbereich” an. Das Unternehmen hat bereits einen strikten Sparkurs inklusive Arbeitsplatzabbau hinter sich, nachdem während der Wirtschaftskrise die Aufträge weggebrochen waren.