Lothar Späth überreicht Heinz Soyer senior und Heinz Soyer junior das Gütesiegel

Lothar Späth überreicht Heinz Soyer senior und Heinz Soyer junior das Gütesiegel "Top100"

WÖRTHSEE (cb). Findige Mitarbeiter, Mut zu Investitionen und ein innovationsverrückter Chef sollen den Mittelständler in die Liste der 100 Top-Innovatoren Deutschlands gebracht haben. 

Produktinnovation und -optimierung zählen laut Heinz Soyer zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren des bayerischen Mittelstandsunternehmens – und seien deshalb Chefsache. 70 % der Arbeitszeit wende das Top-Management um die Geschäftsführer Heinz Soyer senior und Heinz Soyer junior dafür auf. Es definiere die Ziele für Innovationsprojekte und kontrolliere deren Fortschritte persönlich.

Dabei sollen die Chefs keine großen Anträge und keine langen Genehmigungsprozesse benötigen: Man entscheide schnell, wenn Bedarf besteht. Ob Messgeräte, Prototypen oder Maschinen – anstehende Investitionen tätige man spontan, auch wenn es um Ausgaben im sechsstelligen Bereich gehe. So fänden selbst radikale Ideen ihren Weg zur Patentanmeldung. Wie zum Beispiel die Neuentwicklung des sogenannten SRM-Schweißens: ein vollflächiges Magnetfeldschweißen, das laut Soyer bislang so nicht möglich war. Ein weiterer Erfolg: Der dritte Platz in der „Top 100“-Kategorie „Innovationsförderndes Top-Management“.

Daneben wollen die Soyers ihren Mitarbeitern aber auch viel Eigenverantwortung übertragen, weshalb diese dem Betrieb sehr verbunden seien – oft über das Rentenalter hinaus.Die Identifikation mit der Firma sei so hoch, dass Ruheständler sogar auf 400 €-Basis zurückkommen würden, um ihr Wissen an jüngere Kollegen weiterzugeben. Diesen „alten Hasen“ übertrage die Geschäftsleitung gern ganze Innovationsprojekte. Denn sie hätten sowohl das Know-how als auch die Zeit, und kein Tagesgeschäft lenke sie ab. Das Ergebnis gibt den Chefs recht: Mit 60 % der Produktneuheiten, die Heinz Soyer zuletzt auf den Markt gebracht hat, war das Unternehmen seiner Konkurrenz voraus.

Über mehrere Monate prüfte die Wirtschaftsuniversität Wien das Innovationsverhalten von insgesamt 248 mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die 100 besten, darunter Heinz Soyer, tragen das Gütesiegel für ein Jahr. „Gute Ideen, die auf dem Markt ankommen, entstehen nicht von selbst. Daran arbeiten wir täglich hart. Dass unser Engagement jetzt belohnt wird, freut uns natürlich sehr und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. In gewisser Weise zeigt das auch, dass uns auch in Zukunft unsere guten Einfälle nicht ausgehen werden“, sagt Heinz Soyer senior.

Weitere Informationen zu Heinz Soyer, zu den weiteren 99 ausgezeichneten Preisträgern und zum Projekt „Top 100“ gibt es unter www.top100.de.