Heller:

Heller: "Die Weltwirtschaft scheint die Talsohle durchschritten zu haben, die Stimmung bessert sich und Konjunkturprogramme zeigen ihre Wirkung."

NÜRTINGEN (cb). Die Krise sei für die gesamte Branche dennoch tiefgreifender als jede bisherige konjunkturelle Abschwungphase, heißt es aus dem Unternehmen. Mit einem Umsatzrückgang in 2009 um 15 % auf 375 Mio Euro stehe das Nürtinger Unternehmen aber besser da, als der Branchendurchschnitt mit -30 %. Kostenanpassungsmaßnahmen an allen Standorten seien die Folge gewesen. 2009 wurden an den ausländischen Standorten 200 Mitarbeiter abgebaut. In Deutschland sei intensiv Kurzarbeit genutzt worden.

Seit dem 4. Quartal 2009 habe sich die Auftragslage aber spürbar verbessert, heißt es weiter. So übertreffe der Auftragseingang des ersten Halbjahres 2010 das Vorjahr um mehr als 100%. Gleichzeitig will Heller die Marktbearbeitung weltweit über ein globales Netzwerk weiter intensivieren, sich noch besser an unterschiedliche Zielgruppen und deren Anforderungen ausrichten und die Lösungskompetenz mit neuen Produkten und Dienstleistungen verstärken.

Optimierung der Vertriebsorganisation

Heller will sich auch weiterhin nicht an den Versuchen einiger Wettbewerber, über Dumpingpreise für mehr Auslastung zu sorgen, beteiligen. Stattdessen ergreife man die Initiative und richte sich durch neue Strukturen und eine schlankere Aufbauorganisation auf die Zukunft aus. Dies gelte insbesondere für die Vertriebsorganisation.

Mit dem Ziel einer noch konsequenteren Vermarktung sollen die Produkte und Lösungen weltweit in allen Märkten im Vertrieb gebündelt und aus einer Hand angeboten werden. Es zähle allein der Kundennutzen. Eine umfassende Unterstützung erhalte die Vertriebsorganisation durch zentrale Managementfunktionen wie Finance&Administration, Operations, Development und Market Support.

Anpassungsmaßnahmen werden konsequent fortgesetzt

Die bereits 2009 eingeleiteten Anpassungen an allen Standorten sollen 2010 fortgesetzt und zum Abschluß gebracht werden. Während die ausländischen Standorte laut Heller bereits wieder auf Wachstum umschalten, werde Deutschland auf veränderte Marktanforderungen ausgerichtet. Dazu sei im Februar mit den Tarifparteien ein Anpassungsprogramm vereinbart worden. Zum Jahresende 2010 soll dann auf dieser Basis eine noch zu definierende Zahl von Mitarbeitern in eine Transfergesellschaft übertragen und das Programm abgeschlossen werden.