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Henkel will den US-Beschichter Darex kaufen. - Bild: Henkel

"Wir führen nun exklusive Verhandlungen für eine mögliche Akquisition", sagte Vorstandsvorsitzender Hans Van Bylen. In diesem Zusammenhang werde die GCP nun die zuständigen Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften konsultieren. Nach Abschluss dieses Prozesses will Henkel den finalen Kaufvertrages abschließen. Zudem müssen die Behörden noch zustimmen.

Darex soll Adhesive Technologies verstärken

Darex ist ein Hersteller von Hochleistungsabdichtungen und -beschichtungen für Metallverpackungen. Zu den Kunden gehören weltweit tätige Hersteller von Getränke-, Lebensmittel- oder Aerosol-Dosen. 2016 erzielte Darex einen Umsatz von rund 300 Millionen Dollar. Das Unternehmen beschäftigt etwa 700 Mitarbeiter und hat 20 Standorte in 19 Ländern.

Mit der Übernahme will Henkel seine Sparte Adhesive Technologies stärken, die neben Klebstoffen auch Dichtstoffe und funktionale Beschichtungen anbietet. "Dieses Geschäft würde unser Portfolio für den Bereich der Metallverpackungen sehr gut ergänzen", sagte der im Henkel-Vorstand für Adhesive Technologies zuständige Jan-Dirk Auris zu der potenziellen Neuerwerbung. Zudem würde die Position Henkels in einem attraktiven und nicht-zyklischen Geschäft ausgebaut.

Adhesive Technologies erreichte 2016 Umsätze von 9 Milliarden Euro und ist der führender Anbieter von Klebstoffen. Der Bereich trägt am stärksten zum Henkel-Ergebnis bei, die Margen liegen über denen im Konsumentengeschäft. Allerdings ist die Sparte durch ihr starkes Industriegeschäft auch konjunkturanfälliger als die Konsumentenbereiche.

Übernahmen Teil der Wachstumsstrategie

Henkel hatte zuletzt viel Geld in die Hand genommen, um das Geschäft auszubauen, insbesondere in den USA, wo das Unternehmen zuletzt mit Wachstumsproblemen zu kämpfen hatte. Neben kleinen und mittleren Zukäufen hat Henkel im vergangenen Jahr den US-Waschmittelherstellers Sun Products für 3,2 Milliarden Euro übernommen, die zweitgrößte Akquisition des Unternehmens überhaupt. Henkel verfügt dabei weiterhin über eine solide Bilanz.

Zukäufe sind ein Baustein der Mittelfriststrategie bis 2020, mit der Chef Van Bylen das Wachstum vorantreiben will. Henkel will dabei die großen Marken weiter stärken, Innovationen vorantreiben, neue Märkte erschließen und die Digitalisierung forcieren.