Hexagon, Ola Rollen, Verkauf

Hexagon-Vorstandschef Ola Rollén. - Bild: Hexagon

Laut den Insidern würde der Verkauf die AB mit gut 20 Milliarden US-Dollar bewerten. Allerdings befänden sich die Gespräche in einem sehr frühen Stadium, fügten die Informanten hinzu, so dass diese immer noch im Sande verlaufen könnten. Über die möglichen Käufer wurde nichts bekannt.

Die Verkaufsspekulationen treiben am Mittwochvormittag die Aktie von Hexagon deutlich in die Höhe. In Stockholm schießt der Wert um 12,7 Prozent auf 425,60 Kronen nach oben - im Tageshoch hatte der Kurs sogar bei 445 Kronen gelegen.

Hexagon selbst reagierte schmallippig auf diese Informationen. Der Konzern prüfe und bewerte regelmäßig die sich bietenden Möglichkeiten, um die Position und Aufstellung des Unternehmens sowie den Unternehmenswert zu verbessern, hieß es in einer Stellungnahme. Sollte diese Prüfung in einem konkreten Ergebnis münden, werde der Markt davon umgehend in Kenntnis gesetzt.

Hexagon ist eines der größten Unternehmen Schwedens und beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter in 50 Ländern. Der Konzern mit Sitz in Stockholm setzte im vergangenen Jahr rund 3,5 Milliarden Dollar um und bringt es auf einen Marktwert von umgerechnet 15 Milliarden Dollar. Die Erlöse setzen sich zu etwa gleichen Teilen aus dem Geoanalytik-Geschäft, das beispielsweise Sensoren und Software für Infrastruktur- und Bauprojekte anbietet, und Messtechniklösungen für Industriekunden etwa aus der Automobilbranche zusammen.

Zuletzt war das Unternehmen durch Insiderhandelsvorwürfe gegen seinen seit dem Jahr 2000 amtierenden Vorstandschef Ola Rollén unter Druck geraten - ein Umstand, der die Verkaufsüberlegungen den Informanten zufolge zumindest stützen könnte. Bislang hat Rollén jegliches Fehlverhalten jedoch stets von sich gewiesen und kann auf die Unterstützung seines Arbeitgebers zählen. Sein Prozess steht voraussichtlich im Herbst an.

Neben den Vorwürfen gegen den Konzernlenker muss sich Hexagon mit dem Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Melker Schörling herumschlagen. Dessen Unternehmen, die Melker Schörling AB, ist mit einem Aktienanteil von mehr als 25 Prozent per Ende Mai Hexagons größter Anteilseigner. Zudem hält Melker Schörling fast die Hälfte der Stimmrechte. Schörling sah sich aus gesundheitlichen Gründen dazu veranlasst, sein Amt niederzulegen.

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