Solarworld

Für die insolvente Solarworld ist möglicherweise eine Investorenlösung in Sicht. - Bild: Solarworld

Mit der Investorengruppe wird über die Übernahme der Produktionsstandorte im sächsischen Freiberg und thüringischen Arnstadt verhandelt, wie die Solarworld AG mitteilte. Sollten die Verhandlungen erfolgreich sein, könnten 450 Mitarbeiter übernommen und eine Transfergesellschaft für rund 1.200 weitere Beschäftigte gegründet werden.

"Mit dieser Lösung würden wir die Möglichkeiten in einem vorläufigen Insolvenzverfahren weitgehend ausschöpfen, um den Interessen der beteiligten Gläubiger gerecht zu werden und eine dann doch signifikante Zahl von Arbeitsplätzen zu erhalten", sagte Piepenburg. Die Chance auf eine kurzfristige Einigung mit den Interessenten schätzt er höher ein als ein Scheitern.

Das Konzept des potenziellen Erwerbers sieht zudem vor, dass zur erwarteten Eröffnung der Insolvenzverfahren am 1. August die Mitarbeiter der Holdinggesellschaft am Standort Bonn bis auf eine kleine Abwicklungsmannschaft unwiderruflich freigestellt werden würden. Die Finanzierung einer Transfergesellschaft oder von Kurzarbeit für die Holdingmitarbeiter habe sich nicht ergeben.

Ende Juli läuft das staatliche Insolvenzgeld für die Mitarbeiter an den Standorten Bonn, Freiberg und Arnstadt aus.