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Mitten in den Fusionsgesprächen kommen die Chefs von Nokia und Alcatel-Lucent mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande (Bild) zusammen. - Bild: Jean-Marc Ayrault/Wikipedia

Das kurzfristig, nur wenige Stunden nach der Ankündigung des möglichen Zusammenschlusses anberaumte Meeting zeigt das Bestreben der französischen Regierung, bei einem Deal ein Wörtchen mitzureden.

Rajeev Suri, Chef des finnischen Nokia-Konzerns und Michel Combes, CEO von Alcatel-Lucent, werden gegen 15.15 Uhr im Elysée-Palast beim Präsidenten erwartet, wie ein Sprecher Hollandes mitteilte.

Generell will Paris dazu beitragen, in Schlüsselbranchen europäische Champions zu schaffen, die auf den Weltmärkten mithalten können. Aber die Regierung von Hollande hat sich vergangenes Jahr auch mit neuen Befugnissen ausgestattet, um die Übernahme französischer Firmen in strategisch wichtigen Branchen zu verhindern. Dazu zählt auch die Telekommunikationsbranche.

Branche ist reif für Marktkonsolidierung

Pierre Ferragu vom US-Analysehaus Bernstein Research hält den möglichen Zusammenschluss für sinnvoll. Die Branche der Telekom-Ausrüster sei reif für eine Marktkonsolidierung. Im Drahtlos-Netzwerkgeschäft habe Alcatel-Lucent mit einem Weltmarktanteil von 10 Prozent alleine keine Chance auf profitables Wachstum, würde allerdings die Profitabilität eines Partners steigern.

Dow Jones Newswires/Der Aktionär/Guido Kruschke