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HP will in den nächsten drei Jahren weitere 3.000 bis 4.000 Stellen abbauen. - Bild: lps-1/Wikipedia/CC0

Das Unternehmen, das vor einem Jahr aus der Aufspaltung von Hewlett-Packard Co entstanden ist, hat seitdem bereits rund 3.000 Arbeitsplätze gestrichen. HP beschäftigt derzeit etwa 50.000 Mitarbeiter. Einige der von den neuen Sparmaßnahmen betroffenen Mitarbeiter könnten vermutlich ähnliche Stellen bei jenen Unternehmen erhalten, an die HP einige Geschäfts outsourct, teilte das Unternehmen mit.

Im Zuge der Restrukturierung dürften Belastungen in Höhe von 350 Millionen bis 500 Millionen US-Dollar anfallen. Die jährlichen Einsparungen bezifferte HP auf 200 Millionen bis 300 Millionen Dollar ab dem Geschäftsjahr 2020.

Dank der Erfolge früherer Kostensenkungen und andere Maßnahmen geht das Unternehmen davon aus, seine Quartalsdividende im Geschäftsjahr 2016/2017 um 7 Prozent anheben zu können. Der Gewinn dürfte im Rahmen der Erwartungen der Wall Street liegen.

Der Cashflow werde einige Analysten aber vermutlich enttäuschen, räumten HP-Manager ein. Die HP Inc verkauft PC, Drucker und Tinte. Da gibt es wenig Raum für Wachstum, deshalb schauen Investoren auf den Cashflow, mit dem HP die Dividenden und Aktienrückkäufe bezahlt - etwas, auf das Investoren dieser Tage angesichts historisch niedriger Anleihenrenditen besonders achten. Die Aktie des Unternehmens ist in diesem Jahr um fast 30 Prozent gestiegen, auch weil Analysten Verbesserungen beim Cashflow erwartete haben.

Nun aber stellte HP für das neue Geschäftsjahr per Ende Oktober 2017 einen freien Cashflow von 2,3 Milliarden bis 2,6 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten rechnen laut Factset im Konsens bislang aber mit 2,76 Milliarden Dollar.

Finanzschefin Cathie Lesjak führt die Prognose darauf zurück, dass HP im laufenden Jahr damit erfolgreich gewesen sei, Bilanzpositionen wie etwa Lagerbestände schneller zu Geld zu machen. Dieses Tempo der Cashflowverbesserung beizubehalten, werde aber schwierig.

Die HP-Aktie gab nach der Ankündigung am Donnerstag im nachbörslichen US-Handel 2 Prozent ab.