Die chinesische Huawei Technologies will künftig mit dem Softwarekonzern SAP kooperieren, um

Die chinesische Huawei Technologies will künftig mit dem Softwarekonzern SAP kooperieren, um passgenauere Lösungen für das sogenannte Internet der Dinge anzubieten. - Bild: SAP

Das kündigte Yan Lida, der Geschäftsführer von Huawei Enterprise, während der CeBIT in Hannover an. IT-Entwickler beider Unternehmen sollen in beiden Konzernzentralen Produkte für Geschäftskunden entwickeln.

Im Enterprise-Segment, dem kleinsten von Huawei, produzieren die Chinesen Netzwerkausrüstungen. Yan hatte den Posten im April 2014 übernommen und eine Handvoll von Kundengruppen auserkoren, denen das Unternehmen verstärkt integrierte Lösungen statt reine Hardware, wie Server oder Speichermedien anbieten will. Zu diesen Bereichen zählen unter anderem Energie, Transport, Banken oder Regierungen.

Im Rahmen dieser Strategie arbeite Huawei nun mit SAP zusammen. Bei der Kooperation sollen die ICT-Infrastruktur von Huawei unter anderem mit der Hana Cloud Plattform von SAP integriert werden.

SAP verspricht sich besseren Zugang zum chinesischen Markt

SAP verspreche sich laut Vorstandsmitglied Bernd Leukert durch die Partnerschaft einen noch besseren Zugang zum chinesischen Markt. Zudem soll die Kooperation nicht nur auf Industrie 4.0 begrenzt werden, so der Vorstand für Produkte und Innovation bei dem in Walldorf ansässigen Konzern.

Im Enterprise-Geschäft hatte Huawei vergangenes Jahr Umsätze von 3,13 Milliarden US-Dollar erzielt, das war ein Plus von 27 Prozent. Für dieses Jahr hat sich Yan einen Erlössteigerung um 1 Milliarde Dollar vorgenommen. In München betreibt das Unternehmen unter anderem ein größeres Forschungszentrum, in dem mehr als 350 Mitarbeiter beschäftigt werden. Weltweit beschäftigt Huawei über 75.000 Mitarbeiter.

Der Begriff “Das Internet der Dinge” umfasst nahezu jedes Produkt, dass vernetzt werden und über EDV kommunizieren kann, von Türschlössern, über Feueralarme oder tragbare Geräte bis zu Überwachungskameras.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke