Der südkoreanische Autobauer Hyundai Motor hat mit seinem Absatzzahlen im ersten Halbjahr ein

Der südkoreanische Autobauer Hyundai Motor hat mit seinem Absatzzahlen im ersten Halbjahr ein Fragezeichen hinter das Erreichen der Jahresziele gesetzt. - Bild: Hyundai Motor Group

Der südkoreanische Autobauer Hyundai Motor hat mit seinem Absatzzahlen im ersten Halbjahr ein Fragezeichen hinter das Erreichen der Jahresziele gesetzt.

In den ersten sechs Monaten verkaufte das Unternehmen nur 2,42 Millionen Fahrzeuge, ein Rückgang um 3,2 Prozent. Damit wurden im Halbjahr noch nicht die Hälfte der Autos verkauft, die sich Hyundai für 2015 mit 5,05 Millionen Fahrzeugen insgesamt vorgenommen hat.

Dritter schlechter Monat in Folge

Der Juni war der dritte Monat in Folge mit sinkenden Absatzzahlen. Im wichtigen US-Markt stagnierten die Verkaufszahlen, während die Branche dort um 3,9 Prozent zulegte. Hyundai hat darauf schon reagiert und einen teuren Sponsoring-Vertrag mit der NFL, dem Football-Verband, geschlossen. Die Tochter Kia ist seit 2007 als Sponsor im populären Basketball unterwegs.

Analysten bemängeln aber, dass Hyundai die Trends im Autogeschäft verschlafen hat. Kunden würden sogenannte Crossover-Fahrzeuge bevorzugen, also Autos mit Anklängen bei Geländewagen, während die Südkoreaner immer noch vorrangig Limousinen bauen. Hyundai hat weltweit nur zwei SUVs im Angebot, den kleineren Tucson und den größeren Santa Fe. Ein Sprecher verwies aber auf länderspezifische Angebote, wie den iX35 SUV in Europa oder den iX25 SUV in China.

Insbesondere in China läuft es für Hyundai schlecht.

Dort verkauft der Autobauer jedes vierte von ihm montierte Fahrzeug, und der Absatz dort fiel im Juni um 31 Prozent auf 60.000.

Die Wechselkurse machen Hyundai ebenfalls zu schaffen. So ist der heimische Won gegenüber dem japanischen Yen im Wert gestiegen. Das macht den Export aus Südkorea nach Japan teurer, während japanische Wettbewerber es leichter haben.

Hyundai hält trotz des Negativtrends dagegen. So baut das Unternehmen gleich zwei neue Werke in China, um mit der Konkurrenz im größten Automarkt der Welt mithalten zu können.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht