IBM,Umsatz,Gewinn,Quartal,2017

Als dieser IBM PC 1981 eingeführt wurde, war IBM obenauf - jetzt meldet das Unternehmen das 20. Quartal in Folge, in dem die Einnahmen zurückgehen. - Bild: IBM

Der Konzern vermeldete einen Umsatz von 18,2 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Erwartung der Analysten, die mit 18,4 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der Nettogewinn ging im Quartal auf 1,75 Milliarden Dollar zurück, nach 2,0 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im ersten Quartal bei 2,38 (Vorjahr: 2,35) Dollar und damit über der Prognose der Analysten von 2,35 Dollar.

Für das laufende Jahr bestätigte "Big Blue" die Prognose, "mindestens" einen bereinigten Gewinn je Aktie von 13,80 Dollar zu erzielen.

Der amerikanische Traditionskonzern hat zwar den Wandel vom früheren Hersteller von Großrechnern und PC zu einem Software- und Serviceanbieter vollzogen. IBM konzentriert sich inzwischen auf die Bereitstellung von IT-Infrastruktur über das Internet, das sogenannte Cloud Computing, sowie künstliche Intelligenz. Beides bezeichnet der Konzern als strategische Imperative: schnell wachsendes Geschäft. Bislang macht es bis zu 41 Prozent des Umsatzes aus. Im späten zweiten Halbjahr könnten es 50 Prozent werden.

Der Konzern hat zuletzt stark in diese Geschäftsfelder investiert, während in den anderen Bereichen, die nur langsam wachsen, die Kosten heruntergefahren wurden.

Auf den Wachstumskurs ist das Gesamtunternehmen damit noch nicht zurückgekehrt. Die Anleger waren bislang aber offenbar der Ansicht, dass IBM auf dem richtigen Weg ist. Die IBM-Aktie konnte in den zurückliegenden 14 Monaten um mehr als 40 Prozent zulegen und so einiges von den Verlusten der vergangenen Jahre ausgleichen. Investoren, die auf das neue Geschäft setzen, vermissen gleichwohl Fakten für eine solche Wende: Bislang hat IBM über sowie unter dem Strich bei den Geschäftszahlen wenig Fortschritte gemacht.