BMW investiert in Leipziger Werk

Werkleiter Hans-Peter Kemser, Leipzigs erster Bürgermeister Torsten Bonew, BMW Produktionsvorstand Oliver Zipse, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Ministerpräsident Michael Kretschmer, Betriebsratsvorsitzender Jens Köhler und Auszubildende des Werkes Leipzig bei der Presseveranstaltung zur Erweiterung des BMW Group Werks Leipzig. - Bild: BMW

1. Produktionskapazitäten müssen ausgebaut werden

Im Mittelpunkt des Vorhabens: Ein Ausbau der bestehenden Produktionskapazität. Diese wird von derzeit etwa 250.000 Einheiten pro Jahr um rund 100.000 auf rund 350.000 im Jahr 2020 steigen. Die Produktion der BMW i Modelle erhöht sich aufgrund der gestiegenen Nachfrage bereits im Herbst dieses Jahres deutlich von 130 auf 200 Fahrzeuge täglich.

„Für mich als Werkleiter zählt vor allem der klare Vertrauensbeweis unseres Unternehmens  in die Mitarbeiter und in die Region“, kommentiert Hans-Peter Kemser die Investitionsentscheidung. Das BMW Group Werk Leipzig startete im März 2005 mit 2.000 Mitarbeitern die Serienproduktion. Seitdem sind über 3.300 neue Arbeitsplätze hinzugekommen. Damit sind heute über 5.300 BMW Mitarbeiter am Standort beschäftigt. Seit Beginn der Serienproduktion im März 2005 wurden mehr als  2,3 Millionen Fahrzeuge in Leipzig gebaut und insgesamt rund 3 Milliarden Euro investiert.

2. Flexibilität gewinnt massiv an Bedeutung

Die Werke der BMW Group müssen künftig, in den bestehenden Fertigungsstrukturen auch vollelektrische Fahrzeuge zu produzieren. Es wird dann möglich sein, gleichzeitig Autos mit Verbrennungsmotor, Plug-In-Hybrid oder einem vollelektrischen Antrieb zu fertigen.  

Das gilt auch für das BMW Group Werk Leipzig: Dort laufen bereits seit dem Serienstart des i3 im Jahr 2013, gefolgt vom i8 2014 und dem i8 Roadster seit März 2018 Elektro- und Plug-In-Hybrid-Autos vom Band. Dieser Prozess fand parallel zur laufenden Erweiterung der klassischen Produktion am Standort statt.

Das generierte Wissen der letzten Jahre im Bau von Elektrofahrzeugen fließt jetzt in das weltweite Produktionssystem der BMW Group ein.

„Wir multiplizieren das wertvolle Wissen von Leipzig konsequent in das Produktionsnetzwerk hinein. Die jetzige, in eigenen Strukturen auf dem Gelände dargestellte, BMW i Produktion mit den BMW i3 und BMW i8 Modellen bleibt davon unberührt. Langfristig wird sich unser Werk stufenweise weiterentwickeln, die Chancen der Digitalisierung nutzen und die flexible  Fertigung aller Antriebsvarianten über ein Band ermöglichen“, erklärt Werkleiter Hans-Peter Kemser. 

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3. Lackiererei wird größer, effizienter und ressourcenschonender

Umfangreiche Erweiterungen und Umbauten in allen Kerntechnologien sind die Grundlage für den Volumensprung von 100.000 Einheiten pro Jahr ab 2020. Neben neuester Anlagentechnik werden Prozesse und Strukturen überarbeitet, verfeinert und bestehende Einrichtungen erweitert.

Im Zentrum des Ausbaus steht die Erweiterung der Lackiererei. Diese erhält auf einer Fläche von 11.950 Quadratmetern und auf einer Länge von 300 Metern einen nördlichen und südlichen Anbau.

Wesentliche Neuerung ist hierbei eine zweite vollautomatische Decklacklinie im südlichen Anbau sowie eine neue Vorbehandlungsanlage und eine kathodische Tauchlackierung im nördlichen Bereich. Dieser Schritt erhöht die Lackierkapazitäten um mehr als 40 Prozent. 

Mit der Einführung der IPP Lackiertechnologie (Integrated Paint Process; Füllerlose Lackierung) können außerdem der Energieverbrauch je Einheit um 15 Prozent, der Wasserverbrauch um rund 30 Prozent und das Abwasseraufkommen um 45 Prozent gesenkt werden. Die bestehende Lackierlinie wird ebenso mittelfristig auf diese noch ressourcenschonendere Technologie umgestellt.

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    Platz 35: Hannover. – Quelle: Arthur D. Little; Bild: Pixabay

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    Platz 1: Singapur. – Quelle: Arthur D. Little; Bild: Pixabay