SLM Solutions Headquarter

SLM Solutions dämpft zu große Erwartungen an eine Umsatzsteigerung. - Bild: SLM Solutions

Zudem senkte SLM Solutions bei der Prognose für die operative Marge das untere Ende der bisherigen Prognosespanne. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde jetzt nur noch zwischen 11 und 13 Prozent vom Umsatz ausmachen, teilte das Unternehmen in Lübeck mit. Bisher hatte die Prognose bei 12 bis 13 Prozent gelegen.

In den ersten sechs Monaten war SLM noch weit von einer positiven Marge entfernt. Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging zwar gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 3,8 Millionen Euro zurück, war aber deutlicher im roten Bereich als Experten erwartet hatten. Beim Umsatz enttäuschte SLM ebenfalls. Er legte um rund zwei Prozent auf knapp 30 Millionen Euro zu.

Erfreuliche Lage beim Auftragseingang

Finanzvorstand Uwe Bögershausen setzt jetzt ganz auf das volle Auftragsbuch, das im zweiten Halbjahr deutlich bessere Ergebnisse als zuletzt bringen soll. Der Blick auf den Auftragseingang sei erfreulich. Zudem dürfte sich der eingeleitete Sparkurs weiter positiv auf das operative Ergebnis auswirken.

An der Börse kamen der vorsichtigere Ausblick und das schwächer als erwartet ausgefallene Halbjahresergebnis nicht gut an. Die Aktie baute ihre Verluste der vergangenen Wochen aus - zuletzt büßte das Papier 3,5 Prozent auf 24,90 Euro ein. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus schon fast auf 50 Prozent. Damit ist SLM der mit Abstand schwächste TecDax-Titel in diesem Jahr.

SLM verdient sein Geld hauptsächlich mit Maschinen zur Laserschmelze, die in der Luft- und Raumfahrt, der Energiebranche und im Automobilsektor genutzt werden. Das Lübecker Unternehmen kämpft noch immer mit den Folgen des geplatzten Übernahmeversuchs durch den US-Elektrokonzern General Electric Ende 2016.

Viele Kunden hatten sich wegen der Unsicherheiten infolge des GE-Versuchs zurückgehalten. Der US-Konzern wollte SLM für knapp 700 Millionen Euro oder 38 Euro je Aktie übernehmen. Da einige Großinvestoren - allen voran Paul Singer mit seinem Hedgefonds Elliott - auf eine Erhöhung gesetzt hatten, ließ GE aber letztendlich die Finger von SLM.

Singer, der unter anderem dafür bekannt ist, sich in laufende Übernahmevorhaben einzuschalten, um noch mehr Geld herauszuholen, hält noch immer knapp ein Fünftel an SLM. Der illustre Investor, der vor ein paar Jahren in einem Streit mit Argentinien ein Kriegsschiff des Landes beschlagnahmen ließ, ist damit inzwischen vor Gründer und Aufsichtsratschef Hans-Joachim Ihde größter Aktionär des Lübecker Unternehmens.

  • 3D-Druck Trumpf

    Welches Marktvolumen der 3D-Druck in den verschiedenen Branchen im Jahr 2030 erreicht, zeigt eine Studie der Strategieberatung Strategy&. - Bild: Trumpf

  • Luft- und Raumfahrt

    Im Jahr 2015 lag das globale Marktvolumen von 3D-Druckverfahren in der Luft- und Raumfahrt Industrie bei 0,43 Milliarden Euro. 2030 soll das Marktvolumen in dieser Branche bei 9,59 Milliarden Euro liegen. - Quelle: Statista/Strategy&;Bild: Pixabay

  • Medizintechnik

    In der Medizintechnik lag im Jahr 2015 das weltweite Marktvolumen von 3D-Druckverfahren bei 0,26 Milliarden Euro. 2030 soll es bei 5,59 Milliarden Euro liegen. - Quelle: Statista/Strategy&; Bild: Pixabay

  • Automobilindustrie

    Im Jahr 2015 lag das globale Marktvolumen von 3D-Druckverfahren in der Automobiliustrie bei 0,34 Milliarden Euro. 2030 soll das Marktvolumen in dieser Branche bei 2,61 Milliarden Euro liegen. - Quelle: Statista/Strategy&;Bild: Opel

  • Industrie

    In den restlichen Industriebranchen lag im Jahr 2015 das weltweite Marktvolumen von 3D-Druckverfahren bei 0,44 Milliarden Euro. 2030 soll es bei 2,98 Milliarden Euro liegen. - Quelle: Statista/Strategy&; Bild: Pixabay