E-Mobility heute: ‚Gewöhnliche‘ E-Fahrzeuge tanken Strom. Auf dem E-Motive-Expertenforum

E-Mobility heute: ‚Gewöhnliche‘ E-Fahrzeuge tanken Strom. Auf dem E-Motive-Expertenforum referierten Experten über die E-Mobility von morgen. Bild: FEV

von Dietmar Poll

Aachen. Welche Materialien sich für die Batteriezellenproduktion am besten eignen, sei noch nicht klar, formulierte Gerhard Hörpel von der Wilhelms-Universität Münster die Situation bei der Batterieentwicklung. „Denn die Materialien in automobiltauglichen Zellen müssen besser stabilisiert werden, weil hier ganz andere Anforderungen an die Haltbarkeit gestellt werden.“ Auch die beste Form der Batterien sei noch nicht geklärt. Zur Wahl stünden zylindrische, prismatische und Pouch-Zellen. Eile bei der Entwicklung ist geboten, um künftig an diesem Markt teilzunehmen, denn „Zellenhersteller wird es in Zukunft nicht mehr als ein Dutzend geben“, wie Prof. Achim Kampker vom WZL der RWTH Aachen prognostiziert. Bei der Leistungselektronik entsteht noch immenser Entwicklungsbedarf, denn „die Japaner sind uns vermutlich um zehn Jahre voraus“, sagt Rik W. De Doncker vom ISEA der RWTH Aachen. Kritisch befragt wurde Frank Möbius von BMW, warum der Fahrzeughersteller nicht auf Wicklungstechnik erfahrener Elektromotorenhersteller wie z.B. Siemens setze. Möbius dazu: „Wir müssen uns selbst mit Themen wie der Wicklung von E-Motoren befassen, um in diesem wichtigen Zukunftsmarkt mitsprechen zu können.“ Gewisse Dinge ließen sich zwar übertragen, aber die Spezifikationen seien dann doch wieder anders.