Atos,Gemalto

Atos will den Smart-Card-Hersteller Gemalto kaufen. - Bild: Atos

Atos-Chef Thierry Breton sprach davon, vor zwei Wochen mit einem "freundlichen" Übernahmeangebot von 46 Euro je Aktie an die Niederländer herangetreten zu sein, das entspricht einem Aufschlag von 36 Prozent gegenüber dem Schlusskurs am Montag. Es gebe aber noch keine Antwort von Gemalto, und nun sei Atos nach Kursschwankungen der Gemalto-Aktie in den jüngsten Tagen an die Öffentlichkeit gegangen. Ein Atos-Sprecher wollte nicht sagen, ob bereits Verhandlungen beider Unternehmen stattgefunden haben. Eine Sprecherin von Gemalto war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Branche von Atos mit ihren Zahlungsdienstleistungen steht unter Kostendruck. Um mit dem zunehmenden Wettbewerb von Startups mitzuhalten, müssen auch neue Produkte entwickelt werden. Gemalto hat ebenso mit einem schwierigen Markt zu kämpfen. Mit der Produktion von SIM-Karten für Mobiltelefone und Chips für Kreditkarten lässt sich nicht mehr so gut Geld verdienen. Die Gemalto-Aktien haben innerhalb eines Jahres mehr als ein Drittel an Wert verloren.

Für Atos ist aber das Gemalto-Geschäft mit Internetsicherheitsprodukten attraktiv. Hier würde Gemalto Atos gut ergänzen. Doch auch das Geschäft mit Smart-Cards solle eine große Wichtigkeit für das fusionierte Unternehmen haben, sagte der Atos-Chef.