Qualcomm,NXP,Übernahme

Qualcomm hat den niederländischen Halbleiterkonzern NXP gekauft. - Bild: Kārlis Dambrāns/Flickr/CC BY 2.0

Qualcomm steht unter Druck, seine Abhängigkeit von Smartphones zu reduzieren. Ein Großteil der Umsätze stammt derzeit aus modernen Chips für mobile Geräte sowie aus Lizenzgebühren für Smartphones, die Qualcomm-Technologie einsetzen. Das war zwar bisher lukrativ, das Geschäft wächst jedoch nicht mehr so stark wie einst.

NXP kann für mehr Diversifizierung sorgen. Über 30 Prozent der Umsätze aus den vergangenen zwölf Monaten stammen aus Chips, die NXP für den Automobilmarkt entwickelt hat. Die Sparte ist für Qualcomm und seine Wettbewerber von besonderem Interesse. NXP-Chips finden außerdem in Banking- und Zahlungslösungen Anwendung. Das Unternehmen macht nur 15 Prozent seiner Umsätze mit Chips für mobile Geräte, schätzt Analyst Stacy Rasgon von Bernstein.

Qualcomm will die Transaktion, die bis Ende 2017 abgeschlossen werden soll, mit vorhandenem Bargeld und neuen Schulden finanzieren.

Das Wall Street Journal hatte bereits Ende September über Qualcomms Übernahmeabsicht berichtet.